Weiterentwicklung und Einsatz des sportartspezifischen Messplatzes Linearergometer zur Untersuchung der dynamischen Kraftausdauerfähigkeit in der Sportart Eisschnelllauf

(Further development and utilization of the sport-specific measuring device Linearegometer for the investigation of the dynamic-strength-endurance in speed skating)

Die Belastungsdauer im Eisschnelllauf beläuft sich entsprechend der verschiedenen Disziplinen auf ca. 34 s bis 14:30 min. Mit den Strecken 1.000 m und 1.500 m gibt es olympische Disziplinen, in denen eine Belastungsdauer (ca. 1:00-2:00 min) realisiert wird, die einer klassischen Kraftausdauerbelastung entspricht. Es werden sehr hohe Kraftimpulse in der aktiven Phase des Einzelzyklus realisiert. Der Antrieb erfolgt vor allem durch alternierende zyklische Beinstreckbewegungen unter Einsatz der Plantarflexion. All diesen leistungsstrukturellen Merkmalen der Sportart kann mit dem Test der dynamischen Kraftausdauerfähigkeit auf dem Linearergometer entsprochen werden. Für welche Merkmale der Sportart gelingt das nicht? Die Arbeitsweise der Muskulatur ist, bedingt durch das Einhalten der eisschnelllaufspezifischen Laufposition, zum großen Teil statisch. Das bedeutet, dass in der Regel nahezu jeder dynamischen Beinstreckung auf der Geraden eine statische Phase ohne wesentliche Kniewinkeländerung vorangeht (Ausnahme: Start). Weiterhin ist die Sportartspezifik gekennzeichnet durch einen steten, ausgeprägten Wechsel der Bewegungsfrequenz Gerade/Kurve. Insbesondere die letzten beiden Merkmale können bisher nicht in den Testbedingungen berücksichtigt werden. Eine stärkere Annäherung an die sportartspezifischen Bedingungen der Kraftantriebe beim Test erscheint aus heutiger Sicht, u. a. wegen finanzieller Grenzen, unrealistisch. Insgesamt kann eine erfolgreiche Weiterentwicklung des bewährten sportartspezifischen Messplatzes und die Realisierung der bei der Entwicklung gestellten Anforderungen an ein neues LE konstatiert werden. Außerdem sind erste positive Befunde einer optimierten Entwicklung der dynamischen Kraftausdauerfähigkeit im Nachwuchsbereich festzustellen.
© Copyright 2017 Technologien im Leistungssport 2: Tagungsband zur 18. Frühjahrsschule am 13./14. April 2016 in Leipzig. Published by Meyer & Meyer. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:technical and natural sciences endurance sports junior sports
Published in:Technologien im Leistungssport 2: Tagungsband zur 18. Frühjahrsschule am 13./14. April 2016 in Leipzig
Language:German
Published: Aachen Meyer & Meyer 2017
Series:Schriftenreihe für Angewandte Trainingswissenschaft, 6
Online Access:https://open-archive.sport-iat.de/sponet/SR_2016_6_ehrig_weiterentwicklung.pdf
Pages:154-163
Document types:article
Level:advanced