Verletzungen im Kunstturnen-Häufigkeiten, Art, Lokalisation und Ursachen von Verletzungen bei 10- bis 18-jährigen Leistungsturnern

Hintergrund Ziel der vorliegenden Arbeit war die Analyse von Sportverletzungen bei 10 bis 18-jährigen Kunstturnern. Methoden Im Rahmen einer Querschnittsbefragung wurden 73 aktive österreichische Leistungsturner - 23 Kaderturner (KT) und 50 Kaderanwärter (KA) - mittels eines standardisierten Fragebogens nach sportartspezifischen Verletzungen der letzten 36 Monate befragt. Die Verletzungen wurden nach Verletzungsschwere in drei Gruppen unterteilt. Ergebnisse 108 Verletzungen wurden im Einzelnen beschrieben. Es ergab sich eine expositionsbezogene Verletzungsrate von 0,7/1000h für KT und 0,6/1000h für KA (p>0.05). Distorsionen (38,9%) und Muskelverletzungen (27,4%) stellten bei den KT die häufigsten Verletzungsarten dar. Bei KA waren es Distorsionen (40%) und Frakturen (19,3%). Die meisten Verletzungen (38,8%) ereigneten sich beim Bodenturnen (38,8%), gefolgt von Sprung (20,4%) und Reck (9,2%). Schlussfolgerung Die Verletzungshäufigkeit im Kunstturnen ist im Vergleich zu Sportarten wie etwa Ballspielen gering. Das Bodenturnen stellt die verletzungsträchtigste Disziplin dar.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:technische Sportarten Biowissenschaften und Sportmedizin Nachwuchssport
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2014
Online-Zugang:http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0949328X14000490
Jahrgang:30
Heft:3
Seiten:249-255
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch