Incidence and etiology of sudden cardiac death in young athletes
(Inzidenz und Ätiologie des plötzlichen Herztods bei jungen Sportlern)
Die Inzidenz des plötzlichen Herztods (SCD) bei jungen Sportlern liegt bei etwa 1-3 pro 100 000 Personenjahren, sie wird aber vermutlich je nach Kollektiv deutlich unterschätzt. Aufgrund von spezifischen Unterschieden bezüglich sportlicher Tätigkeit und Belastung ist das Risiko einen SCD zu erleiden höher bei «Athleten» als bei «Nicht-Athleten». Das Risiko erhöht sich deutlich bei zu Grunde liegender kardiovaskulärer Erkrankung. Bei jungen Athleten besteht eine eindeutige geschlechterspezifische Prädilektion für den SCD: So weisen Männer ein 3 bis 9 Mal höheres Risiko auf als Frauen. Die Ätiologie des SCD bei jungen Sportlern besteht meistens in zu Grunde liegenden, erblich bzw. genetisch verankerten kardialen Erkrankungen, wie etwa Kardiomyopathien, Koronaranomalien und Ionen-Kanalerkrankungen. Bei strukturell normalen Herzen können auch stumpfe Traumata der Brustwand zu Kammerflimmern führen (sog. commotio cordis). Während epidemiologisch gewisse sozio-demografische/geografische Faktoren eine Rolle bezüglich Auftreten des SCD im Sport diskutiert werden und zu regionalen Unterschieden führen können, sind diese eher auf verschiedene Screening-Konzepte zur Verhinderung des plötzlichen Herztods zurückzuführen.
© Copyright 2011 Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie. Rub Media AG. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Nachwuchssport |
| Veröffentlicht in: | Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
2011
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| Online-Zugang: | http://www.sgsm.ch/ssms_publication/file/411/INcidence_Spomed_2-11-7.pdf |
| Jahrgang: | 59 |
| Heft: | 2 |
| Seiten: | 74-78 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |