Das Talent im leichtathletischen Sprint. Sprintmerkmale als Talentprognose
(The talent in track and field sprint. Sprint features as a talent forecast)
Das intensive Befassen mil der Talentproblematik in Deutschland rückte Mitte der 60er Jahre ins Blickfeld der Sportwissenschaft. Das schlechte Abschneiden bei Olympischen Spielen und anderen internationalen Höhepunkten insbesondere seit den 90er Jahren war ausschlaggebend dafür, die Frage nach Talent neu zu überdenken. Diese Diskussion war damals so aktuell wie heute in der deutschen Leichtathletik, und besonders in der Sprintszene fehlen Topathleten, die sich in der Weltspitze etablieren können. Die Frage, warum deutsche Athleten im Nachwuchs- und Juniorenbereich mit den besten der Welt mithalten können und danach der Sprung an die Spitze im Erwachsenenbereich nicht erfolgt kann mit dieser Arbeit nicht beantwortet werden. Allerdings wird der Frage nachgegangen. welche Sprintmerkmale sich für eine Talentprognose im 100 m Sprint eignen. Ist es überhaupt möglich ein Talent frühzeitig zu identifizieren? Die Suche nach leistungsbestimmenden Merkmalen steht daher insgesamt im Mittelpunkt. Werden sie gefunden. müssen sie hinsichtlich ihrer Eignung für die Talentprognose im Sprint beurteilt werden. Ob Leistungskriterien letzllich auch Talentkriterien sind wird diese Arbeit beantworten. Auf der Suche nach leistungsbestimmenden Merkmalen wird zunächst auf den Talentbegriff eingegangen der Hinweise gibt, in welcher Richtung ein Talent zu suchen bzw. zu finden sein könnte. Der Talentbegriff soll ein "ständiger Begleiter" der Arbeit sein, um gefundene Merkmale in angemessener Weise einordnen zu können. Im weiteren Verlauf wird das Wesen des leichtathletischen Sprints analysiert. Es ist zwar bekannt, dass die Schnelligkeit als solche leistungsbestimmend ist, aber nicht inwiefern seine Bestandteile nämlich die elementaren und komplexen Leistungsvoraussetzungen diese Leistung beeinflussen. Anhand der aktuellen sportwissenschaftlichen Kenntnislage wird versucht zu klären, welchen Einfluss die elementare und komplexe Schnelligkeit auf die komplexe Schnelligkeitsleistung hat. Die damit entstandene Untergliederung der Schnelligkeit in ihre Leistungsvoraussetzungen lässt Schlussfolgerungen auf leistungsrelevante Merkmale zu. Die Merkmale werden zunächst inhaltlich vorgestellt. um später im Ergebnisteil ihre mögliche leistungsbestimmende Relevanz zu bestätigen oder zu widerlegen.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | technical and natural sciences training science junior sports |
| Language: | German |
| Published: |
München
Grin Verlag
2006
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| Online Access: | http://www.amazon.de/gp/product/3638665038 |
| Pages: | 84 |
| Document types: | bachelor thesis |
| Level: | intermediate |