Leistungssport und Gesundheitsvorsorge bei Kindern und Jugendlichen - Prävalenzratio hessischer D-Kaderathleten
Die Förderung sportlicher Talente in Deutschland unterliegt bundeseinheitlichen Kaderstrukturen. Neben der frühzeitigen Unterstützung des Sportlers sind dabei jährliche sportmedizinische Untersuchungen vorgeschrieben. Mit dem Ziel einer systematischen Erhebung evaluiert die vorliegende Studie erstmals landesweit den sportmedizinischen Untersuchungsstatus von D-Kaderathleten. Zur Bestimmung der Prävalenzratio wurden alle in Hessen in lizenzierten Untersuchungsstellen vorgestellten D-Kaderathleten bis 18 Jahre in die Evaluation eingeschlossen. Als Rohdatenparameter dienten Geburtsjahr, Geschlecht, Sportart sowie medizinische Befunde und eine 3-stufige Klassifizierung der Sporttauglichkeit. Im Evaluationszeitraum wurden 1713 D-Kader vorgestellt, von denen 1620 (m: 904, 14,8 ± 2,5 Jahre; w: 716, 14,3 ± 2,6 Jahre) zur Auswertung herangezogen werden konnten. Medizinische Auffälligkeiten finden sich bei 83,5 %. 1 Athlet musste vollständig und ein geringer Anteil (3,6 %) vorübergehend von der Sportausübung freigestellt werden. Diese Resultate unterstreichen, zusätzlich zu dem präventiven Potenzial sportmedizinischer Untersuchungen, die Notwendigkeit einer jährlichen Vorstellung junger Kaderathleten. Weiterführende Analysen sollten auf andere Leistungskader und Regionen ausgeweitet und eine detaillierte Betrachtung direkter und indirekter Krankheitskosten mit einbezogen werden.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Nachwuchssport |
| Veröffentlicht in: | Sportverletzung Sportschaden |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2009
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| Online-Zugang: | https://doi.org/10.1055/s-0028-1109867 |
| Jahrgang: | 23 |
| Heft: | 4 |
| Seiten: | 206-209 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |