Qualität der Kohlenhydrat- und Eiweißzufuhr im Nachwuchsleistungssport

Die Studie untersuchte das Ernährungsverhalten jugendlicher Leistungssportler einer Eliteschule des Sports (N=111) und einer moderat aktiven Vergleichsgruppe (N=28). Bezüglich Alter, Geschlechterverteilung, Body-Mass-Index und Körperdepotfett wurden keine signifikanten Differenzen zwischen Athleten und Nichtsportlern beobachtet. Trotz einer Trainingsbelastung von mehrheitlich 8-12 Einheiten wöchentlich nahmen die Athleten signifikant weniger Energie auf als der berechnete Bedarf und nur geringfügig mehr als die Nichtsportler. Die individuell zum Teil sehr hohe, im Gruppenmittel hohe Proteinzufuhr, die die Zufuhrempfehlungen für Nichtsporttreibende deutlich überschreitet, erwies sich bei Betrachtung der relativ zum Körpergewicht aufgenommen Mengen als sportartspezifisch normal. Der Kohlenhydratanteil lag im Bereich der Empfehlungen, allerdings ist die auffallende Präferenz für niedermolekulare Zucker zu Lasten komplexer Kohlenhydrate im Rahmen der Sportlerernährung nicht vertretbar.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Nachwuchssport
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2008
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2008/heft05/Artikel%20Carlson.pdf
Jahrgang:59
Heft:5
Seiten:121-125
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch