Kardiopulmonale und metabolische Kenngrößen beim skilanglaufspezifischen Rollskitraining

Mit der vorliegenden Arbeit wurde das Verhalten verschiedener physiologischer Parameter bei jugendlichen Skilangläufern untersucht, und zwar bei laufbandergometrischer Belastung einerseits und bei einer sportartspezifischen Trainingseinheit mit wettkampfähnlichem Charakter (Feldtest) anderseits. Untersucht wurde die Sauerstoffaufnahme, das Atemminutenvolumen, der respiratorische Quotient, der Atemäquivalent, die Herzfrequenz und das Serumlaktat. Der Feldtest war in Form einer Trainingseinheit mit ansteigender und abfallender Intensität aufgebaut. Die physiologischen Belastungsreaktionen, mit Ausnahme der Sauerstoffaufnahme die zwischen 7% (Frauen) und 14% (Männer) niedriger war als im Labor, waren in den SB, EB und GB-Einheiten im Feldtest vergleichbar mit den Ergebnissen der Laufbandergometrie, wobei die Runde im Grenzbereich (GB) am ehesten mit den maximalen Werten im Labortest zu vergleichen ist. Es bestand eine enge Korrelation zwischen der Sauerstoffaufnahme im Feldtest und im Abbruchtest (VO2 Feldtest = 0,43 x VO2 Labor + 18,83; p<0,01). Im Feldtest selber korrelierten die jeweiligen Rundengeschwindigkeiten mit dem AMV (p<0,01) und den Serumlaktatwerten (p<0,05). Aufgrund der ausgewählten Strecke des Feldtests, die zwar anspruchsvoll war aber keine langen Anstiege beinhaltete, und der Vorbelastungen war es für die Athleten nicht möglich, die auf dem Laufbandergometer erreichten max. VO2 -Werte zu erzielen. Die Belastungszeit von ca. 2 min am Schlussanstieg reichte nicht aus, um die für die Ausbelastung wichtige Plateauphase der maximalen VO2 zu erreichen. Die anderen physiologischen Kenngrößen erreichten mindestens die Werte des Abbruchtests, wobei das Atemminutenvolumen aufgrund der größeren benutzten Muskelmasse beim Skirollertraining mit einer starken Hyperventilation hervorzuheben ist. Das im Skilanglauf wichtige Training im Bereich der maximalen VO2 zur Verbesserung des aeroben Leistungsvermögens kann auf dieser Trainingsstrecke nicht absolviert werden und auch deren Bestimmung ist hier nicht möglich. Es wird eine Strecke mit längerem Anstieg empfohlen oder die Integration von anderen Trainingseinheiten wie Lauftraining oder Skigang.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:endurance sports biological and medical sciences training science junior sports
Language:German
Published: Freiburg im Breisgau Medizinische Universitätsklinik Freiburg i. B. 2001
Online Access:http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/256/pdf/Muehlschlegel.pdf
Pages:68
Document types:dissertation
Level:advanced