Olympische Spiele 2016. Zur Entwicklung der nationalen Spitzensportkonzepte der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Australiens im Olympiazyklus 2012-2016
(Olympic Games 2016. On the development of the national elite sport concepts of the USA, Great Britain, France and Australia in the 2012-2016 Olympic cycle)
In der inzwischen 13. Analyse nationaler Leistungssportkonzepte und -systeme wurden Entwicklungen in Großbritannien, Frankreich, Australien und in den USA im Olympiazyklus (OZ) 2012-2016 untersucht. Die betrachteten Länder gehören zu den Hauptkonkurrenten Deutschlands um einen Platz unter den führenden Sportländern weltweit. Alle vier Länder konnten bei den Olympischen Spielen (OS) 2016 in Rio de Janeiro wieder einen Platz in den Top Ten der Medaillenwertung erkämpfen.
Wie immer ist der inhaltliche Fokus der Analysen darauf gerichtet worden, das Verständnis für nationale Leistungssportsysteme zu verbessern, langfristige Strategien sowie mittel- bzw. kurzfristige Maßnahmen zu erkennen und auf ihre Auswirkungen sowohl auf das gesamte Fördersystem als auch auf Teilbereiche oder in einzelnen Sportarten zu untersuchen. Es wurde der Frage nachgegangen, welche nationalen Lösungen in den zurückliegenden vier Jahren angestrebt und auch tatsächlich umgesetzt wurden. Dabei umfassten die Analysen sowohl den Nachwuchsleistungssport als auch den Hochleistungssport. Die Betrachtung bezog sowohl Entwicklungen auf politischer und sportpolitischer Ebene als auch die in den nationalen Sportorganisationen einschließlich deren Beziehungen zu wissenschaftlichen Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen ein. Dieser komplexe Untersuchungsansatz erwies sich als notwendig und richtig, um die vielfältigen und zunehmenden gesellschaftlichen Verflechtungen des Leistungssports entsprechend abbilden zu können.
Die Untersuchung der vier Leistungssportsysteme wurde als langfristige Dokumentenanalyse durchgeführt. Dank moderner Informationstechnologien, und hier primär dem Internet, konnte eine Vielzahl von sehr informativen Materialien ermittelt und genutzt werden, um sportpolitische und sportfachliche Entwicklungen sowie organisatorisch-strukturelle, finanzielle und personelle Veränderungen in den vier Leistungssportfördersystemen darzustellen.
Dennoch bleibt festzustellen, dass der Grad der Transparenz zwischen den Ländern differierte und nicht zu allen Teilbereichen aus allen Ländern vergleichbar detaillierte und aussagekräftige Materialien verfügbar waren. Daraus sowie aus verschiedenen Fördersystematiken ergibt sich die Spezifik jedes der vier Berichte.
Großbritannien gelang mit der fünften Verbesserung seines Gesamtergebnisses in Folge der Sprung auf Platz 2, wodurch China auf den 3. Platz zurückfiel. Japan, Frankreich und Italien erreichten erkennbare Ergebnisfortschritte, während Deutschland, Korea und Australien Einbußen hinnehmen mussten.
Ungarn fiel aus dem Kreis der Top Ten der Medaillenwertung hinaus, musste den Platz an Japan abgeben, das sich vom 11. auf den 6. Platz verbesserte.
Die Gewinn-Verlust-Betrachtung 2012-2016 in der die Plätze 1-8 umfassenden Punktwertung zeigt, dass sich fünf Länder verbessern konnten (im OZ 2008-2012 waren es sieben Länder) und fünf Länder Verluste hinnehmen mussten (2008-2012 waren es drei Länder). Insgesamt ist der Pool der führenden Länder, die um eine Platzierung unter den Top Ten streiten, wie im Übrigen auch in den Wintersportarten, aber relativ stabil.
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Olympic Summer Games 2016
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|---|---|
| Notations: | management and organisation of sport sport history and sport politics theory and social foundations junior sports |
| Tagging: | Länderanalyse |
| Language: | German |
| Published: |
Leipzig
IAT
2016
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| Online Access: | https://open-archive.sport-iat.de/sponet/OS_2016_RIO.pdf |
| Pages: | 216 |
| Document types: | book |
| Level: | advanced |