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Sportliche Leistungsfähigkeit im Altersgang

Für viele Sportarten ist die Talentsichtung und Förderung dieser die entscheidende Maßnahme für spätere Erfolge in der Sportart. Die gegenwärtig objektiv messbaren Leistungszunahmen beruhen auf der rechtzeitigen Erkennung und langfristigen Förderung von Sporttalenten, der Nutzung neuer sportwissenschaftlicher Erkenntnisse zum Training, der Ausnutzung zusätzlicher Leistungsreserven (z. B. Höhen- und Klimatraining), der Weiterentwicklung des Sportmaterials, der Optimierung von Sportstätten und der gestiegenen gesellschaftlichen Erwartung für neue Bestleistungen. Bei der Belastung von Kindern ist auf Unterschiede zwischen dem kalendarischen Alter und der individuellen biologischen Entwicklung besonders im Pubertätszeitraum zu achten, um Fehlbelastungen zu vermeiden. Im Leistungssport muss ein Sporttalent durchschnittlich 10 Jahren trainieren, um Anschluss an die Leistungsspitze der Sportart zu erreichen. In den Sportarten besteht eine Geschlechtsdifferenz der Leistungen von Männern und Frauen, die zuungunsten der Frauen durchschnittlich 10% beträgt. Die Ursachen sind nicht trainingsmethodischer, sondern objektiv biologischer Art. Der Sport wird auch leistungsorientiert im Alternsgang betrieben. Nach dem Hochleistungsalter, welches gegenwärtig bis in die 3. Lebensdekade geht, kommt es bei der Durchschnittspopulation zu einem Leistungsrückgang, der nach dem 40. Lebensjahr pro Jahr 1-2% beträgt und biologische Ursachen hat. Dennoch kommt es in den einzelnen Altersklassen, besonders in den Ausdauersportarten, zu ständigen Verbesserungen der Bestleistung.
© Copyright 2016 29. & 30. Internationales Triathlon-Symposium Niedernberg 2014/Niedernberg 2015. Published by Feldhaus, Ed. Czwalina. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:endurance sports biological and medical sciences junior sports
Tagging:Masterssport
Published in:29. & 30. Internationales Triathlon-Symposium Niedernberg 2014/Niedernberg 2015
Language:German
Published: Hamburg Feldhaus, Ed. Czwalina 2016
Series:Triathlon und Sportwissenschaft, 26
Pages:49-62
Document types:article
Level:advanced