Olympische Spiele 2012. Zur Entwicklung der nationalen Spitzensportkonzepte Großbritanniens, Russlands, Frankreichs und der USA im Olympiazyklus 2008-2012
(Olympic Games 2012. On the development of the national elite sport concepts of Great Britain, Russia, France and the USA in the Olympic cycle 2008-2012)
Die Untersuchung der vier Leistungssportsysteme wurde als langfristige Dokumentenanalyse durchgeführt. Dank moderner Informationstechnologien, und hier primär dem Internet, konnte eine Vielzahl von sehr informativen Materialien identifiziert und einbezogen werden, die vertiefte Einblicke in sportpolitische und sportfachliche Entwicklungen sowie in organisatorisch-strukturelle, finanzielle und personelle Veränderungen in den vier Leistungssportfördersystemen ermöglichten. Weiter verstärkt hat sich 2008-2012 die Tendenz, wissenschaftliche und medizinische Potenziale zu installieren und effektiv zu organisieren, um in den Grenzbereichen der menschlichen Leistungsfähigkeit den Sportlern einerseits eine entsprechende Betreuung gewähren zu können, um die gesundheitlichen Risiken eines leistungssportlichen Trainings und Wettkampfs zu minimieren, gleichzeitig durch diese wissenschaftliche Unterstützung aber auch die Möglichkeiten gezielt zu vergrößern, um erkannte Leistungsreserven zu erschließen und im Wettkampf erfolgreich nutzen zu können. Neben den Ländern, die über derartige wissenschaftliche Institutionen und Netzwerke bereits seit Längerem verfügen (wie Australien mit dem AIS Canberra, Japan mit dem JISS Tokio, Großbritannien mit dem EIS-Netzwerk, Kanada mit dem Own-the-podium-Netzwerk, Korea mit dem KISS Seoul, Spanien mit dem CAS Barcelona oder Frankreich mit dem INSEP Paris), sind derartige Bemühungen auch in einer Reihe "kleinerer" Länder, wie Neuseeland, Dänemark, Singapur, Norwegen, Irland oder Südafrika, zu erkennen. Dabei werden nationentypische Lösungen entwickelt, mit denen als wichtig erkannte Themenbereiche auf hohem Niveau bearbeitet werden können. Gemeinsam ist diesen Denk- und Handlungsansätzen eine klare Ausrichtung auf Projekte und Maßnahmen, mit denen in der Trainings- und Wettkampfpraxis die Leistungsentwicklung sehr direkt gefördert werden soll (applied sciences).
Die enge inhaltliche, aber auch organisatorische und lokale Verknüpfung von Forschung und Training wird dazu immer stärker als wesentliche Voraussetzung und Bedingung begriffen, damit wissenschaftliche Ergebnisse zeitnah und leistungswirksam umgesetzt werden können.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | management and organisation of sport sport history and sport politics junior sports |
| Tagging: | Länderanalyse |
| Language: | German |
| Published: |
Leipzig
IAT
2012
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| Online Access: | https://open-archive.sport-iat.de/sponet/Olympiaanalyse2012_gesamt.pdf |
| Pages: | 203 |
| Document types: | book |
| Level: | advanced |