3034728

Misty's secret weapon

(Misty's Geheimwaffe)

Über einige Details aus Olympiasiegerin Misty Hyman's Krafttraining und ihrem Training an Land. Grundlage des Trainingsprogramms von M.H. war eine gründliche Untersuchung ihrer Muskelausdauer- und Kraftfähigkeiten sowie ihrer Körperbaumerkmale und Ernährungsgewohnheiten. Insbesondere wurden Muskelungleichgewichte identifiziert. An diesen Ergebnissen wurden die Pläne orientiert und Schwerpunkte gesetzt. Ab Sommer 1996 begann M.H. mit einem allgemeinen Krafttraining für den gesamten Körper. Dieses Training erfolgte jeden zweiten Tag über 3 Monate hinweg und wurde mit submaxiamlen Lasten (60%1RM) und mittlerer Wiederholungszahl (8-12) absolviert. Neben den allgemeinen Übungen und Übungen für den Oberkörper / Rücken wurden auch schwimmspezifische Übungen eingesetzt. Auch später wurde das - mit dem Schwimmtraining und den Wettkämpfen abgestimmte - Krafttraining fortgesetzt. Außerem wurden Veränderungen in der Ernährung vorgenommen (sie führte zu wenig Proteine und zu viele Kohlenhydrate insbesondere auf Zuckerbasis zu, dies wurde korrigiert). Die Energieressourcen wurden auf diese Weise verbessert, die Wiederherstellung nach dem Training beschleunigt. Das Training und die Ernährungsumstellung schlugen schnell an: M.H. verminderte ihren Körperfettanteil, die allgemeine Kraft nahm um 30% zu, auch die funktionelle (dynamische, schwimmspezifische) Kraft konnte deutlich verbessert werden. Ihr qualitativ hochwertiger Muskelanteil nahm zu. Die Dysbalancen und Schwächen im muskulären Bereich waren ausgeglichen, Kraft und Ausdauer im Wasser verbesserten sich ebenfalls. Nach 4 Monaten dieser positiven Entwicklungen wurde das Krafttraining auf eine neue Stufe gehoben - die zusätzliche Kraft musste ins Wasser umgesetzt werden - auf die Schwimmtechnik, die Starts und die Wenden übertragen werden. Das Krafttraining wurde stärker an die schwimmspezifischen Bewegungen orientiert. Ein Jahr später erfolgten weiterhin die speziellen Krafttrainings drei Mal pro Woche, sie wurden nun aber speziell auf die Hauptschwimmart, das Schmetterlingsschwimmen, angepasst. Wiederholungszahl und Belastung variierten dabei von Trainingseinheit zu Trainingseinheit in Abhängigkeit vom Grad ihrer Ermüdung. Wenn sich die Sportlerin gut fühlte, wurden 6-8 Wiederholungen mit hohen Lasten ausgeführt, war sie geschwächt, wurde die Last reduziert und die WH-Zahl auf 10-12 erhöht. Außerdem wurden die Übungen maßgeblich an den Wettkämpfen orientiert: Näherte sich ein Wettkampf, so wurden die Anzahl der Übungen und die Last reduziert, die Bewegungsgeschwindigkeit bei der Ausführung der Übungen blieb allerdings gleich. Die Ergebnisse waren beeindruckend: M.H. war nicht nur kräftiger - sie war jetzt eine stärkere Schwimmerin. Drei Schlüsselpunkte werden für den Erfolg ihres Krafttrainings genannt und sollten so für jeden Sportler umgesetzt werden: 1. Zuerst sollte auf die Kräftigung des gesamten Körpers orientiert werden, muskuläre Dysbalancen sollten ausgeglichen, der Körperbau verbessert werden. 2. Das Programm muss progressiv aufgebaut sein. Die Belastung muss sich verändern, sportartspezifische Übungen mssen dazukommen, die an die individuellen Stärlen und Schwächen angepasst sind. Das Krafttraining muss dem Gesamttraining und den Wettkämpfen Rechnung tragen. 3. Die Fortschritte im Training müssen fortlaufend beobachtet werden. Für das Landtraining gelten folgende zwei Schwerpunkte: 1. Beginnen Sie am Anfang und decken Sie Stärken und Schwächen auf. 2. Absolvieren Sie ein progressives Training, das sich an der Trainingsreaktion des Schwimmers orientiert.
© Copyright 2001 Swimming Technique. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Swimming Technique
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2001
Ausgabe:El Segundo 38(2001)1, S. 12 - 16
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel