Physiological and biomechanical adaptations to the cycle to run transition in Olympic triathlon: review and practical recommendations for training
Der Lauf innerhalb des Triathlon bewirkt Hyperventilation, erhöhte Herzfrequenz, verminderte pulmonale Compliance (Dehnbarkeit) und belastungsinduzierte Hypoxämie infolge Belastungsintensität, Ermüdung der Atemmuskulatur, Dehydratation, Muskelfaserzerstörung, Verschiebung im Stoffwechsel in Richtung Fettoxidation und entleerte Glykogenspeicher nach dem 40 km Radfahren. Der Energieverbrauch (CR) des Laufens während des Übergangs Rad-Lauf ist ebenfalls höher als der bei kontrolliertem Laufen. Sein Anstieg schwankt zwischen 1,6 und 11,6 %, abhängig vom Fähigkeitsgrad des Triathleten. Dieser Anstieg kann zum Teil mit kinematischen Veränderungen verbunden sein, biomechanische Forschungen verweisen jedoch darauf, dass die meisten biomechanischen Parameter unverändert sind. Ein mehr nach vorn geneigter Oberkörper ist die am signifikantesten berichtete Beobachtung. Das Laufverhalten und somit die Laufökonomie könnte ebenfalls durch die sensomotorischen Störungen durch die Haltungsveränderung beeinflusst werden. Die technische Fähigkeit in der Wechselzone ist offensichtlich sehr wichtig. Die Bedingungen, unter denen der vorangegangene Radabschnitt absolviert wurde (gleichbleibende oder zufallsabhängige Kraftleistung, Windschatten oder Nicht-Windschatten), beinflussen wahrscheinlich die Geschwindigkeit der Anpassung an den Übergang. Das Ausmaß, bei der eine Abnahme der 10-km-Durchschnittsgeschwindigkeit während des Wettkampfs auftritt, muss noch untersucht werden. Klar ist, dass je besser der Sportler am Ende des Radabschnitts platziert ist, desto größer ist die Bedeutung von einer schnellen Wechelzonenzeit und optimalen Einstellung auf die physiologischen Anforderungen des Übergangs Rad-Lauf für seine Endplatzierung.
Trainingsempfehlungen für Elitetriathleten
Die Literatur verweist darauf, dass die Fähigkeit zur effektiven Verbingung des Rad- und Laufabschnitts entscheidend für die Wettkampfleistung ist. Kein Konsenz besteht gegenwärtig zur Notwendigkeit des Koppeltrainings Rad-Lauf (engl. back to back cycle-run training). Der fünffache Weltmeister Simon Lessing bezieht beispielsweise solche Trainingseinheiten nicht in sein Trainingsprogramm ein. Von 30 Mitgliedern der Nationalmannschaft Großbritanniens 1996 folgten 27 seinem Beispiel.
Ungeachtet dessen gibt es verschiedene Methoden des Koppeltrainings:
1. lange aerobe TE in beiden Disziplinen (2-4 Stunden). Diese Methode wird vor allem von Mittel- und Langstreckentriathleten verwendet. Ziel solcher TE ist die Gewöhnung des Sportlers an das Laufen nach dem Radfahren im fast Glykogen entleertem Zustand. Die Relevanz solcher TE für den Olympischen Triathlon ist unklar.
2. Anwendung einer niedrigeren Belastungsintensität in einer Disziplin als Wiederherstellung von der höheren Intensität der anderen. Der Vorteil dieser Methode ist ein niedrigeres Verletzungsrisiko beim Laufen wegen des reduzierten Gesamtumfangs. Die Anwendung von Cross-Training zur Verletzungsprophylaxe wird in der Triathlonverletzungsliteratur gegenwärtig nicht gerechtfertigt.
3. Anwendung kurzer Rad-Lauf Belastungen bei oder über der Wettkampfgeschwindigkeit. Praktische Erfahrungen sagen, dass dies ein effizienter Weg ist, die Triathleten auf einen guten Start des Laufabschnittes beim Olympischen Triathlon vorzubereiten. Daten, die darauf verweisen, dass Elitetriathleten keinen Anstieg im Energieverbrauch über den beim kontrolliertem Laufen beim Rad-Lauf Übergang aufweisen, müssen durch Untersuchungen mit größeren Probandenzahlen und Tests mit hoher ökologischer Validität konsolidiert werden. Die von PFÜTZNER et al. erhobene Prämisse, dass 70 % der Elitetriathleten unter ihrer durchschnittlichen Laufgeschwindigkeit über 10 km innerhalb der ersten 0,5-1 km des Triathlonswettkampfes bleiben, muss verifiziert werden.
Weiter muss untersucht werden, ob das Schrittverhalten von Elitetriathleten sich unter dem Einfluss der Radfahrermüdung signifikant verändert und somit, ob Koppeltraining für den 1,5 km, 40 km, 10 km Triathlon auf biomechanischer Grundlage gerechtfertigt ist. Der experimentelle Nachweis, dass Koppeltraining jegliche Zunahme der physiologischen Beanspruchung beim Übergangslaufen vermindert, ist ebenfalls erforderlich.
Trainingsempfehlungen für Junioren:
Es gibt drei unterschiedliche Herangehensweisen bei Koppeltrainingseinheiten:
1. Vorrang hat der Aufbau der Grundlagenausdauer,
2. Anwendung sehr kurzer intensiver miteinander verbundener Rad-, Lauf- und Schwimm-TE.
3. Anwendung von technischen TE mit dem Ziel der Verbesserung der mechanischen Effizienz zur Begrenzung von Veränderungen in der Schrittverhalten nach dem Radfahren.
Koppeltrainingseinheiten für Junioren sollten Drills umfassen, die
- die Persistenzzeit der Anpassung an visuellen Input bezüglich der Feldbewegung limitieren, zum Beispiel die TE "Geschwindigkeitskontrast", die große Unterschiede in der Geschwindigkeit zwischen Radbergabfahren und nachfolgendem Berganfahren umfasst;
- die Sensitivität für somatosensorische Information entwickelen, zum Beispiel die TE "blinder Übergang", bei der Radfahren auf einem Turbotrainer und Laufübungen mit geschlossenen Augen kombiniert werden;
- an die Veränderung der Haltung und der Neuverteilung der Durchblutung gewöhnen, zum Beispiel die TE "Haltungskontrast", bei der verschiedene Haltungen innerhalb der gleichen TE kombiniert werden (Radfahren im Sitzen, Radfahren im Stehen, Laufen, Schwimmen, Wasserjogging).
- die technische Fähigkeit in der Wechselzone entwickeln, zum Beispiel die TE "Blitzübergänge", bei der nur die Zeit in der Wechselzone gemessen wird;
- die entsprechende Schritttechnik im Fall der muskulären Vorermüdung entwickeln, zum Beipiel die TE "Drills auf die Ermüdung", in der Radfahren mit großer Übersetzung und Laufübungen kombiniert werden;
- eine aerobe Basis durch ein Übermaß an Rad-Lauf-Übergängen entwickeln, zum Beispiel die TE "Rad und Lauf", bei der zwei Junioren gleicher Größe sich das gleiche Rad teilen, einer fährt Rad, der andere läuft.
Current knowledge of the physiological, biomechanical, and sensory effects of the cycle to run transition in the Olympic triathlon (1.5 km, 10 km, 40 km) is reviewed and implications for the training of junior and elite triathletes are discussed. Triathlon running elicits hyperventilation, increased heart rate, decreased pulmonary compliance, and exercise induced hypoxaemia. This may be due to exercise intensity, ventilatory muscle fatigue, dehydration, muscle fibre damage, a shift in metabolism towards fat oxidation, and depleted glycogen stores after a 40 km cycle. The energy cost (CR) of running during the cycle to run transition is also increased over that of control running. The increase in CR varies from 1.6% to 11.6% and is a reflection of triathlete ability level. This increase may be partly related to kinematic alterations, but research suggests that most biomechanical parameters are unchanged. A more forward leaning trunk inclination is the most significant observation reported. Running pattern, and thus running economy, could also be influenced by sensorimotor perturbations related to the change in posture. Technical skill in the transition area is obviously very important. The conditions under which the preceding cycling section is performed-that is, steady state or stochastic power output, drafting or non-drafting-are likely to influence the speed of adjustment to transition. The extent to which a decrease in the average 10 km running speed occurs during competition must be investigated further. It is clear that the higher the athlete is placed in the field at the end of the bike section, the greater the importance to their finishing position of both a quick transition area time and optimal adjustment to the physiological demands of the cycle to run transition. The need for, and current methods of, training to prepare junior and elite triathletes for a better transition are critically reviewed in light of the effects of sequential cycle to run exercise.
© Copyright 2000 British Journal of Sports Medicine. BMJ Publishing Group Ltd of the BMA. All rights reserved.
| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | biological and medical sciences technical and natural sciences endurance sports junior sports |
| Published in: | British Journal of Sports Medicine |
| Language: | English |
| Published: |
London
2000
|
| Online Access: | http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=11049151&dopt=Abstract |
| Volume: | 34 |
| Issue: | 5 |
| Pages: | 384-390 |
| Document types: | article |
| Level: | advanced intermediate |