The Bolles School swimming program
(Das Schwimmprogramm der Bolles School)
Zum Schwimmtraining der traditionsreichen Bolles School. Eingangs Erläuterung der Geschichte und der Infrastruktur dieser Schule. Verf. richtet sich bei seiner Trainingsplanung nach seinen Erfahrungen, er liest sich auch eine Menge an (auch sportartübergreigend), hat jedoch wenig mit wisenschaftlichen Kategorisierungen etc. im Sinn.
Im Landtraining wird viel Wert auf Oberköerperkräftigung geleegt, es wurde vom reinen Krafttraining mit freien Gewichten abgerückt. Mo, Mi und Fr wird Oberkörperkrafttraining, Medizinballtraining und Laufen absolviert, Die, Do und Sa Gewichtetraining und Lauf. Stretching wird an Land und im Wasser durchgeführt.
Die Schüler trainiern an 5 (bis 6) Tage in der Woche je 45 min. Der Aufbau erfolgt langfristig. Gewohnte Übungen werden auch in der Vor-Wettkampf-Woche noch ausgeführt (der Mensch ist ein Gewohnheitstier), jedoch mit verminderter Belastung. Verf. plant sehr langfristig. Ein langfristiger Leistungsaufbau durch langfristige Trainingsplanung ist für Verf. erfolgsentscheidend.
Verf. glaubt, daß es nicht täglich zweier Trainingseinheiten bedarf. Nur Mo, Mi, Fr werden zwei TE absolviert. Der Montag ist dabei ein langer, aerober Tag mit zwei langen, langsamen Einheiten am Morgen und am Abend. Der Dienstag wird wettkampfspezifisch absolviert.
Am Mittwoch Morgen wird auf die schwächste der Lagendisziplinen orienteirt, es werden ca. 6.500m ansolviert, davon ca. 90% in der schwächsten Schwimmart. Mittwochs nachmittags steht vor allem Beinarbeit im Mittelpunkt. Hierbei steht die Qualität im Mittelpunkt, es kommt nicht auf den Umfang an. Der Donnerstag ist erneut ein wettkampfspezifischer Trainingstag. Der Freitag Vormittag wird entweder als Lageneinheit oder mit langem Freistilschwimmen verbracht. Freitag nachmittags steht für alle Schmetterling auf dem Programm. Von insgesamt 6000-7000m werden 90% in dieser Schwimmart absolviert (Arme, Beine , gesamt, 400er negativ etc.). Der Samstag Vormittag wird als viertsündige Trainingseinheit absolviert (sonst betragen die Vormittag-Einheiten 2 Stunden, die Nachmittag-Einheiten je 3 h, der größte Teil davon wird im Wasser absolviert). Von den vier Stunden werden 45 min an Land absolviert, 15 min sind "Wechselzeit", der Rest wird im Wasser trainiert. Verf. zieht das Absolvierten des Landtrainngs nach dem Wassertraining der umgekehrten Reihenfolge vor.
Bis auf Montag morgen wird die Trainingsgruppe (47 Sportler) in mehrere kleinere Gruppen unterteilt (Sprinter, Mittelstreckler, Langstreckler). Wert wird immer auf gute Technik gelegt, Verf. zieht daher langsameres Schwimmen mit guter Technik schnellem, nachlässigen Schwimmen im Training vor. Eine TE schließt häufig mit dem Schwimmen von 1500 oder 2000 m (langsam, perfekte Technik) ab.
Verf. trainiert auch speziell die Wenden, für ihn entscheidet nicht das, was sich an der Wand abspielt, sondern das davor und danach.
© Copyright 1998 The World Clinic Series, Volume 29. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Ausdauersportarten Nachwuchssport |
| Veröffentlicht in: | The World Clinic Series, Volume 29 |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Ausgabe: | Fort Lauderdale: The American Swimming Coaches Association (Hrsg.), 1998. - S. 134 - 141 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |