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Open water swimming. Trainig and competition, part 2

(Schwimmen im 50-m-Freibecken. Training und Wettkampf, Teil 2)

Zum Training von Nachwuchsschwimmern/Langstrecke im 50-m-Freibecken in der Sommersaison (ca. 25 Wochen - großer Vorteil gegenüber der 25-m-Bahn). Empfohlen wird folgende Trainingsmethode: Nach einer normalen, zweistündigen Trainingseinheit werden von einer großen Anzahl von Sportlern im ganzen Land schnelle Sprints über eine ausgewählte Distanz (50 oder 100 m) absolviert. Damit soll die Situation auf den letzten Metern im Wettkampf unter Ermüdung simuliert werden. Der Sportler bekommt so Routine in dieser hohen Geschwindigkeit am Ende nach einer Belastung und profitiert davon im Wettkampf. Außerdem besteht eine Vergleichsmöglichkeit zwischen vielen (gleichaltrigen) Sportlern, was motivierend wirkt. In der Freiluftsaison (die im April/Mai beginnt), wird täglich morgens und nachmittags je eine zweistündige (2:15) Trainingseinheit (TE) absolviert. Dabei absolvieren die Langstreckler täglich 8.000-9.000 m. Kurzzeitig wurde über einen Zeitraum von drei Wochen auch ein Umfang von 10.000 m absolviert. In der Taperingphase wurde der Tagesumfang weiter hochgehalten und schrittweise auf 11.000 m verringert. Dabei wurde hochqualitatives Schwimmen täglich über mindestens 4000 m praktiziert. Auch insgesamt legt Verf. Wert auf Trainingsqualität. Trainingsbeispiele für die Langstreckler: 20x50 m HS Arme, (Abgangszeit 40 s) - Erwärmung, (Technik!) danach: 8x200 m Lagen (2:30, für die Besten 2:10, statt Brust Freistil) 12x75 Beine (1:10, erwartete Zeit: 50-55 s), 4x500 m F (5:30, Steigerung, letzte 500 m: <4:50 Jungs, <5:00 Mädchen) 4x400 ((4:20) 4x100 (1:10) Weitere Trainingsbeispiele werden vorgestellt. In größeren Abständen werden bspw. Sets von 10x1.000 m durchgeführt. Insgesamt achtet Verf. jedoch auf Vielfältigkeit gegen Eintönigkeit (Arme-Beine-Gesamt, alle Schwimmarten, verschiedene Sets). Verf. glaubt, dass der Wechsel auf die 50-m-Bahn im Frühsommer einen großen Schub bringt. Er ist daher auch Gegener von zu früh im Jahr stattfindenden Trials oder Meisterschaften zu einem Zeitpunkt, wo noch auf der 25-m-Bahn trainiert wird, bzw. der Wechsel gerade erst vollzogen wurde. Verf. setzt kaum steuernde Mittel wie Herzfrequenzmessung ein. Er hält jedoch die Abgangszeiten sehr kurz und setzt hohe Intensitäten im Training um. Seine Steuergröße sind die Zeiten und Abgangszeiten. Ergänzend absolvieren die jungen Spitzenschwimmer täglich Liegestütze und Kniebeuge, auch zu Hause. Training im Kraftraum oder mit dem Medizinball findet überhaupt nicht statt. Das Training wird überwiegend im Wasser und mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt. Werden Leistungsstagnationen festgestellt, wird für einen gewissen Zeitraum die Hauptschwimmart (HS) gewechselt. Insgesamt hat sich das Langstreckenprogramm über Jahre bewährt, die hohen Umfänge führten zu keinem frühzeitigen Burnout der jungen Sportler. Alle Sportler führen ein Trainingstagebuch.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Nachwuchssport
Veröffentlicht in:American Swimming Magazine
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Fort Lauderdale 1998
Heft:4
Seiten:16-17, 34
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel