Bone density and muscle strength in female elite gymnasts

Bei sechs Turnerinnen und fünf Gymnastinnen der dänischen Spitzenklasse im Alter von 15 bis 20 Jahren wurde die Knochenmineraldichte (BMD) der Lendenwirbelsäule, des proximalen Oberschenkelknochens und des gesamten Körpers mit der DEXA-Absorptiometrie gemessen. Außerdem wurde die muskuläre Maximalkraft als maximales Drehmoment bei isometrischer Oberkörperstreckung, Oberkörperbeugung und Kniestreckung (alle bei 60 Grad/Min.) gemessen. Der prozentuale Körperfettanteil wurde eingeschätzt. Mittels Blutproben wurden basale und Spitzenwerte für Östrogen und Progesteron ermittelt. Der Körperfettanteil von 14.1% der Turnerinnen lag deutlich unter dem der Gymnastinnen (22 %) und einer Kontrollgruppe von Studenten. Bei 50 % der Turnerinnen wurde eine Amenorrhea festgestellt, in den beiden anderen Gruppen trat sie nicht auf. Zwei Turnerinnen und eine Gymnastin berichteten über unnormale Zykluslängen. Die BMD der Turnerinnen hatte einen höheren Wert als die der Kontrollprobanden. Das traf nur bei der Körper-BMD nicht zu. Die höchsten BMD-Werte wurden für L2 (29.8%), den rechten (28.8%) und linken (29.0%) Trochanter und den linken Ward Deriangel (41.5%) ermittelt. Die BMD der Gymnastinnen war an mehreren Meßpunkten ebenfalls größer als die der Kontrollprobanden: L2 (21.2%), ganzer Körper (4.3%), rechter (11.5%) und linker (25.5%) Trochanter, linker Ward Dreiangel (27.8%). Im Vergleich mit den Kontrollprobanden hatten die Turner einen um 36.3% höheren Wert bei der Oberkörperstreckung, um 51.3 % höheren Wert der Oberkörperstreckung relativ zum Körpergewicht, 42.2% höher bei der Oberkörperbeugung und 55.9% Oberkörperbeugung relativ zum Körpergewicht. es wurde Korrelation der BMD zum Alter bei Menarche, zur Anzahl Jahre seit Menarche und zum Menstruationsstatus festgestellt. Die einzige signifikante Korrelation wurde zwischen BMD des linken und rechten Ward Dreiangel und der Streckung des linken Knie, BMD L2-L4 und der Oberkörperstreckung sowie BMD L2-L4 und Oberkörperbeugung festgestellt. Offensichtlich ist eine hohe Trainingsbelastung erforderlich, um einen Einfluß auf Östrogenniveaus auszuüben. Davon ausgehend könnte eine Empfehlung für Läuferinnen mit Amenorrhea und/oder niedrigem Östriogenrofil darin bestehen, intensives Krafttraining durchzuführen, um ihre Knochen gesund zu erhalten.
© Copyright 1998 Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports. Wiley. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences technical sports junior sports
Published in:Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports
Language:English
Published: 1998
Edition:Kopenhagen 8(1998)5, Teil II, S. 390
Document types:article
Level:advanced intermediate