Längdskidakning - ett motoriskt eldorado
Ausführliche Vorstellung des Trainingsmodells, das im Schwedischen Skisportverband im Skilanglauf vertreten wird. dabei wird davon ausgegangen, daß es in der Zukunft verstärkt darum gehen wird, im Wettkampf über lange Zeiträume sich nahe an seinem Maximum zu belasten. Dazu kann das Techniktraining einen effektiven Beitrag leisten, um mit wenig Energieverbrauch laufen zu können. Die "freie Technik" hat mit ihrem um 15 bis 35 % niedrigeren Energieverbrauch bei gleichen Laufgeschwindigkeit im Vergleich mit der klassischen Technik wesentliche Fortschritte gebracht.
Interessant sind auch Untersuchungen zur Beweglichkeit im Fußgelenk. Videoanalysen haben gezeigt, daß Spitzenläufer beim aktiven Lauf eine Beweglichkeit im Fußgelenk von 50 bis 55 Grad besitzen. Im Vergleich dazu zeigte sich bei der Untersuchung von Sportgymnasiasten in Schweden nur Beweglichkeiten von 40 bis 78 Grad. Bei Krafttests der schwedischen Langlaufnationalmannschaft zeigten sich Dysbalancen zwischen der Vorder- und der Rückseite der Oberschenkel. Die besten Läufer beim Diagonalschritt hatten die relativ stärkste ischiokruschiale Muskulatur.
Das beste Lernalter für die Technik im Skilanglauf liegt nach der Auffassung des Autors vor der sensitiven Wachstumsphase, ohne daß danach das Techniktraining beendet wäre. Gleichzeitig sollte man aber auch nicht unterschätzen, daß die Wahl der adäquaten technik für den jeweiligen Geländeabschnitt viel Erfahrung und Wissen aus dem Techniktraining erfordert. Dann können die Spezifika des Geländes aber genutzt, und müssen nicht bekämpft werden.
Im Schwedischen Skiverband ist das Techniktraining seit 1995 in der Trainerausbildung intensiviert worden. An den Skigymnasien werden die Talente von jeweils zwei Techniktrainern pro Gymnasium betreut - einer hat die Verantwortung für den klassischen, der zweite für den freien Stil.
Für die Technikentwicklung wird das Training in vier Gruppen untergliedert:
Gruppe A
Motorisch anspruchsvolle Bewegungen, die hohe Anforderungen an die Geschickligkeit stellen. Hier werden Wahrnehmungsvermögen und Technik kombiniert. Ein Beispiel dafür ist das Skilaufen quer durch das Gelände. Die Belastungsphasen dauern zwischen 30 und 60 Sekunden.
Gruppe B
Spezifische, motorisch anspruchsvolle geschlossene Bewegungen. Beispiele dafür sind Übungen für den Stockeinsatz, für das Skating, für den Diagonalschritt, für den Sprungschritt bergan, für den Abfahrtslauf mit und ohne Schwünge. Die Belastungsdauer liegt bei ca. 20 Sekunden.
Gruppe C
Gleichgewicht schulende Übungen. Beispiele dafür sind der Abfahrstlauf nur auf einem Ski (Ski dabei wechseln) und Lauf nur mit Stockeinsatz auf ebener Loipe nur auf einem Ski. Die Belastungsdauer beträgt ca. 20 sekunden.
Gruppe D
Ausdauer erfordernde Übungen, d.h. traditioneller Skilanglauf in klassischer und freier Technik mit einer Belastungsdauer zwischen drei und zwanzig Minuten, abgestuft je nach Alter und Trainingsziel.
- H. Sandner -
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| Subjects: | |
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| Notations: | endurance sports junior sports |
| Published in: | Svensk Skidsport |
| Language: | Swedish |
| Published: |
1998
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| Edition: | Bjästa 29(1998)11, S. 46 - 49. - 6 Tab., 17 Lit. |
| Document types: | article |
| Level: | advanced intermediate |