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Limits on young gymnasts'

(Grenzen für junge Turner)

Wachstumsfaktoren Diese sind hauptsächlich endokriner Art. Das Nervensystem und speziell der Hypothalamus, die zerebrale Befehlsstruktur, drosselt oder stimuliert die Hormonsekretion - hauptsächlich Wachstumshormon GH, Thyroidhormon, Geschlechtshormone (Androgene und Oestrogene), Kortisol und Glukokortikoid, Insulin, Somatomedin (ILGF) und andere Faktoren. Diese Hormone werden durch verschiedene Drüsen ausgeschieden und jedes hat sein spezifisches Ziel (Knochen, Knorpel, Nervensystem usw.). Viele, sehr aktuelle Untersuchungen zeigen klar Veränderungen in der Sekretion dieser Hormone, die direkt mit Belastung zusammenhängen und ebenfalls mit der Akkumulation von physischer Anstrengung und Trainingsdruck in Verbindung stehen. Einige Untersuchungen haben sich speziell mit Turnen befaßt, aber die Sportart scheint keine gesonderten Einflüsse auf diesem Gebiet zu haben. Der Organismus "erkennt" irgendwelche spezielle hormonelle Wirkungen nicht an", was bedeutet, daß alle auf diese Sportart gelenkte Kritik - insbesondere durch die Medien - total unbegründet ist. Die Kritiker sollten den allgemeinen Begriff "Sportpraxis" für "Turnen" verwenden. Wenn ausschließlich die Hormone angesprochen sind, ist "physische Aktivität im allgemeinen" das einzig bedeutungsvolle Konzept, wenn jedoch von der Pathologie die Rede ist, und insbesondere von der Knochen-Gelenk-Pathologie, werden wir Dinge beschreiben, die wirklich spezifisch für das Turnen sind. Trotzdem sollte kurz erwähnt werden, daß jegliche Anstrengung zu einem Anstieg des zirkulierenden Wachstumshormons führt und in Abhängigkeit von ihrer Dauer, Intensität und Wiederholung mit einem Anstieg oder Abfall von Somatomedin (IILGF), einer der essentiellen Hormonregulatren, verbunden ist. Der Hypothalamus kann ebenfalls durch Reduzierung der Sekretion der männlichen Hormone (Testosteron) und weiblichen Hormone (LH und FSH) reagieren, besonders wenn bestimmte negative Faktoren wie Nahrungsmangel oder ungünstige Umweltbesdingungen präsent sind. Bei einer bestimmten Quantität an Anstrengung können Sekretionen vermindert und das Wachstum verlangsamt werden. Letzteres widerspiegelt sich in objektiven Merkmalen: Zurückbleiben der Person im Knochenalter und in der Größe, klinischer Status der Pubertät, verzögertes Einsetzen der Menstruation oder Menstruationstörungen. Glücklicherweise zeigen all die Forschungen klar an, daß mit sehr seltenen Ausnahmen, ein "unterbrochener" Prozess immer diese Verzögerungen oder Störungen behebt, entweder während Ruheperioden oder zu einem späteren Abschnitt. Deshalb sollten Trainingsplanung und Ruheperioden von kurzer und mittlerer Dauer große Beachtung geschenkt werden. Interne Einflußfaktoren auf das Wachstum: Genetische Faktoren: Sie können ein wichtiges zusätzliches Kriterium innerhalb der vielen sein, nach denen Turner selektiert und rekrutiert werden. Über diese genetischen Faktoren ist sehr wenig bekannt. Wir wissen natürlich, daß es bei Kindern von kleinen Eltern wahrscheinlicher ist, selbst klein zu sein. Aber abgesehen von der Größe und ein paar wenige Kriterien, wissen wir nicht viel auf diesem Gebiet. Wir können annehmen, daß der unglaubliche Fortschritt in der Genetik sehr baldzum Selektionsprozeß beitragen wird, doch wir sollten wachsam sein, um Mißbrauch vorzubeugen. Externe Einflußfaktoren auf das Wachstum: - Klima, insbesondere Sonnenlicht und Licht Mädchen in Südafrika reifen schneller als in Nordeuropa. Die Wachstumsrate ist in beiden Fällen gleich, aber die Zeitspanne differiert. Für eine internationale Institution wie den Turnverband ist es deshalb schwer, das legale Alter als einziges Kriterium für den Wettkampfvergleich junger Sportler zugrunde zu legen, wenn ihre Qualitäten und Kapazitätzen so verschieden sind. Da das Licht stimulierende Wirkung auf das Wachstum hat, müssen wir feststellen, daß einige Turner zu viel Zeit in Häusern, Schulen und Turnhallen verbringen. Sonnenschein und Licht sind essentiell für ihre Entwicklung und Gesundheit: Die Synthese von Vitamin D spielt eine vitale Rolle im Aufbau von Knochenkalzium. - chronische Erkrankung - Ernährung - physische Aktivität
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin technische Sportarten Nachwuchssport
Veröffentlicht in:Technique
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1998
Ausgabe:18(1998)4, S. 8 - 14
Jahrgang:18
Heft:4
Seiten:8-14
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch