Physiologic considerations in age-group swimming

Der Beitrag untersucht die Beziehung zwischen Schwimmleistung von Kindern und Jugendlichen und ausgewählten physiologischen Merkmalen, diskutiert mögliche Einflüsse des Schwimmtrainings auf Wachstum und Reife sowie thermoregulatorische Reaktionen beim jungen Schwimmen. Einflüsse von Wachstum und Reife auf für die Schwimmleistung relevante physiologische Funktionen Physiologische Anforderung des Schwimmens: Es sind nicht wie im Gehen und Laufen, wo Kinder metabolisch "verschwenderischer " sind, alters- oder reifebezogenen Vergleiche hinsichtlich der Schwimmökonomie zu Erwachsenen bekannt. Maximale aerobe Kapazität: Die VO2max erhöht sich mit dem Alter, bei Jungen mehr als bei Mädchen. In bezug zur Körpermasse ist bei Kindern die VO2max jedoch nicht niedriger als bei Erwachsenen. Tatsächlich ist die VO2max bei Mädchen sogar höher als bei Frauen.Im Gegensatz zu Aktivitäten an Land wird das Körpergewicht der Schwimmer durch das Wasser unterstützt, und deshalb ist die absolute maximale aerobe Kraft für die Leistung wichtiger als die pro Kilogramm Körpermasse oder fettfreie Masse berechnete. Anaerobe Kapazität und Muskelausdauer: Die anaerobe Leistung von Kindern, auch berechnet pro Kilogramm Körpermasse oder fettfreie Masse, ist niedriger als bei Erwachsenen. Im Verhältnis zu ihrer aeroben Leistung ist die anaerobe Leistung von Kindern beträchtlich weniger entwickelt. Können alter- und reifebezogene Unterschiede in physiologischen Funktionen Erfolg im Altersgruppenschwimmen erklären? Da die anaerobe Leistung bei Kindern besonders niedrig ist, kann erwartet werden,daß im Vergleich zu Erwachsenen ihre Schwimmleistung auf den kürzeren Strecken relativ schwächer als auf den längeren sind. Eine alternative Möglichkeit ist, daß die relativ geringe anaerobe Leistung des jungen Schwimmers nicht so viel Bedeutung hat, Dier Leistung auf der Kurzstrecke zu beeinflussen. Um herauszufinden, welche der beiden Möglichkeiten richtig ist, wurden die mittleren Bestzeiten 1992 von 10 herausragenden kanadischen männlichen Altersgruppenschwimmern über 50, 100, 200, 400 und 1500m Freistil berechnet. Diese Zeiten wurden mit den enstprechenden Zeiten der 10 besten kanadischen männlichen erwachsenen Schwimmer verglichen. Die jüngeren Kinder hatten langsamere Zeiten als die Jugendlichen und Erwachsenen. Daraus wird geschlußfolgert, daß während des Wachstums die Leistung vorrangig von mechanischen Faktoren und weniger von der relativen aerob-anaeroben Leistung abhängt. Beeinflußt Schwimmtraining Wachstum und Reife? Biologische Reife ist verbunden mit steigender Größe, Kraft, Muskelausdauer und Schnellkraft. Das kann im Schwimmen für Frühreife der Grund für Erfolg sein.Es wurde nachgeweisen, daß erfolgreiche jugendliche Schwimmer oft frühreif sind. Untersuchungen deuten jedoch auch darauf hin, daß Größe erfolgreiche Schwimmer nicht durch Training sondern die Vorauswahl bedingt ist. Temperaturregulation bei Altersgruppenschwimmern Die Körperoberfläche ist der Hauptdeterminate für den Wärmefluß zur und von der Umwelt.Die Körperoberfläche/pro Kilogramm Masse von Kindern ist höher als die von Erwachsenen. Wenn die Wassertemperatur kälter als die Hauttemperatur ist, vollzieht sich bei Kindern die Wärmeabgabe an das Wasser pro Kilogramm Masse beträchtlich schneller als bei Erwachsenen. Je kleiner und fettfreier die Kinder sind, desto schneller ist der Wärmeverlust. Trainern wird empfohlen, kleiner Schwimmer nicht so lange im Wasser zu lassen als größere. Ohne Bewegung sollten sie nicht länger als ein paar Minuten im Wasser sein. Die Wassertemperatur sollte wenn möglich 2-3° höher als für Erwachsene sein.
© Copyright 1994 Medicine and science in aquatic sports. 10th FINA World Sport Medicine Congress, Kyoto, October 25-28,1993. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences endurance sports junior sports
Published in:Medicine and science in aquatic sports. 10th FINA World Sport Medicine Congress, Kyoto, October 25-28,1993
Language:English
Published: 1994
Edition:Basel: Karger, 1994. - S. 199 - 205: 3 Abb., 2 Tab., 10 Lit.
Document types:book
Level:advanced intermediate