Growth and development of young athletes

Der Autor analysiert Untersuchungen zur biologischen Reife und physischen Leistungsfähigkeit, zum Einfluß der Geschlechtsreife auf die Leistungsfähigkeit und zur Verteilung der Geburtstage innerhalb eines Jahres und kommt zu folgenden Schlußfolgerungen und Empfehlungen: Bei der Planung von Wettkampfstufen ist es wichtig zu berücksichtigen, daß Kinder und Jugendliche keine Erwachsene in "Miniaturausgabe" sind. Die Komponenten der Veränderung der physischen Fitness als eine Funktion von Wachstum und Reife sind nachgewiesen. In einer Zahl von Sportarten korreliert insbesondere bei Jungen die Leistung positiv mit einer frühen Reife. Deshalb hat ein Junge mit fortgeschrittener Reife Erfolg in Wettkämpfen, die nach chronologischen Altersgruppen eingeteilt sind, da er strukturell und funktionell fortgeschrittener ist. Es wurde darauf verwiesen, daß viele jugendliche Rekordhalter und Meister frühreif sind. Deshalb ist es wahrscheinlich, daß ihre Leistungen nicht aussschließlich das Ergebnis von hartem Training und Siegeswillen ist, sondern teilweise durch biologische Vorteile erreicht werden. Später, wenn die Spätentwickler aufgeschlossen haben, sind die Siege nicht mehr so leicht zu erzielen und eine große Anzahl gibt den Leistungssport auf. Die Beziehung zwischen Geburtsdaten und sportlichem Erfolg besagt, daß die jüngeren Kinder in jeder Altersgruppe besonders in den Sportarten, wo eine fortgeschrittene körperliche Entwicklung von Vorteil ist, benachteiligt sind. Schuld daran ist die Einteilung von Training und Wettkampf nach dem chronologischen Alter, wo die "Elite" nach ihrem fortgeschrittenen biologischen Alter ausgewählt werden kann. Wenn die Talentauswahl nach physischen Merkmalen vollzogen wird, können in Sportarten wie Tennis und Fußball viele talentierte Kinder, weil sie später im Jahr geboren sind, einfach übersehen werden. Obwohl es schwierig ist, sollte bei der Arbeit mit Kindern der biologische Reife und ihrer Beziehung zu Wachstum und physischer Leistungsfähigkeit Beachtung geschenkt werden. Anstatt die Frage zu stellen, ob Wettkampfgruppen alterbezogen sein sollen, ist vielmehr die Frage aufzuwerfen, in welchem Alter Jugendwettkämpfe beginnen sollten.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences junior sports
Published in:Sports Medicine
Language:English
Published: 1995
Edition:Auckland 20(1995)2, S. 59 - 64, 1 Abb., 91 Lit.
Volume:20
Issue:2
Pages:59-64
Document types:article
Level:advanced intermediate