Mointainbiken im Flow. Fahrtechnik-Training für Tourenfahrer
Was kann es Schöneres geben, als in der Natur sprichwörtlich über Stock und Stein mit dem Rad unterwegs zu sein. Durch das Rad erweitert sich der Aktionsradius im Vergleich zum Wandern und Laufen noch einmal beträchtlich. Weit mehr tolle Erlebnisse können einen Tag prägen, den man als passionierter Outdoorsportler geplant hat. Wenn an die Seite dieser Naturerlebnisse noch ein "Flow", das Erleben und Genießen der sportlichen Meisterschaft tritt, ist die Tour wirklich gelungen und wir zu einem nachhaltigen Erlebnis. Dass es aber dazu kommt, sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Ein jeder, der sich das Mountainbike auserkoren hat, um damit in der Natur unterwegs zu sein, sollte sich deshalb intensiv sowohl mit dem Sportgerät und seinen konstruktiven Besonderheiten wie der Dämpfung und seiner speziellen Robustheit auskennen und er sollte bereit sein, die Beherrschung dieses Sportgeräts im Gelände durch zielstrebiges und langfristig angelegtes Training zu erlernen und schrittweise zu verbessern, um das Mountainbike letztlich in allen Geländebedingungen, mit wechselnden Untergründen wie Schotter oder Sand, Steigungen und Abfahrten, beim Überfahren von steinigen Passagen bergan und bergab und bei unterschiedlichem, auch extremem Wetter perfekt zu beherrschen.
Ein erster Schritt auf dem Weg dahin ist die genaue Kenntnis der Funktionen der verschiedenen Komponenten eines Mountainbikes, um diese dann auch den individuellen Voraussetzungen und sportlichen Ansprüchen des Fahrers anpassen zu können. Dazu sollten Mountainbikefahrer stets auf dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung sein, und sie sollten es zu einer guten Routine werden lassen, vor jedem Training oder vor jeder Tour die Funktionsbereitschaft aller Komponenten genau zu überprüfen, um sich auch in komplizierten Fahrsituationen stets auf sie verlassen zu können.
Mountainbiker müssen aber ebenso ein sehr gut ausgeprägtes Verständnis von ihrem sportlichen Leistungsvermögen haben, um sich nicht an Touren oder Geländeabschnitte zu wagen, denen sie nicht gewachsen sind. Natürlich wollen Mountainbiker immer anspruchsvollere Touren fahren, wollen neue Erlebnisse auf den Touren, wollen dabei auch das "Flow"-Gefühl erleben, wenn sie mit sich und ihrer sportlichen Leistung im Gelände zufrieden sind.
Mit genau diesen Themen setzt sich Florian Weishäupl auseinander, vermittelt seine Erfahrungen, entwickelt Handlungsanweisungen für das Training und für Touren und gibt vielfältige praktische Tipps für das Mountainbiken auf den unterschiedlichen Leistungsstufen. In Anlehnung an das Farbensystem auf alpinen Loipen basiert sein Trainings- und Tourensystem auf vier Leistungsstufen vom Anfänger bzw. Einsteiger über das Fortgeschrittenenniveau und das Leistungsvermögen von echten Könnern bis hin zum Experten.
Auf dem Anfängerniveau steht die Erlernung grundlegender Fahrtechniken - auch im Vergleich mit dem Fahren mit einem Citybike oder Tourenrad - im Vordergrund. Dieses Einsteigertraining mit dem neuen Sportgerät sollte deshalb auch auf einem Trainingsgelände und noch nicht im freien Gelände stattfinden.
Fortgeschrittene bereiten sich dahingegen bereits auf ihre ersten Mountainbiketouren in leichtem Gelände vor und führen diese auch durch. Diese Phase ist besonders spannend, ist sie doch in nahezu allen Fällen von großen und schnellen Lernfortschritten geprägt, was natürlich für den Fahrer sehr motivierend wirkt. So erlernt man beispielsweise in dieser Trainingsphase das Schalten am Berg oder die speziellen Kurventechniken für das Geländefahren.
Die Könner wagen sich dann auf anspruchsvollere Fahruntergründe, die Zahl der Hindernisse nimmt zu und ihr Charakter wird spürbar vielgestaltiger. Diese neuen Umweltbedingungen erfordern eine sehr sichere Beherrschung der Fahrtechniken, und es kommen neue Techniken wie das Anheben und Tragen des Mountainbikes zur Überwindung sehr schwieriger Geländepassagen, hinzu. Der Mountainbiker muss auch in steilen Passagen antreten und sicher bremsen können, muss das Rad zum Stillstand bringen können.
Den Experten sind dann die sehr anspruchsvollen Touren mit extrem steilen Passagen vorbehalten. Wenn sie alle Grund- und Fortgeschrittenentechniken in allen Geländebedingungen beherrschen, können sie sich auch an sehr spannende, neue Techniken wie es Sprünge sind, heranwagen. Aber sie müssen auch weiterhin an der noch besseren Beherrschung ihres Sportgeräts arbeiten, weshalb zum Beispiel in dieser Trainingsperiode an der Technik des Umsetzens des Hinterrades gearbeitet wird.
Insgesamt bietet dieses Trainingsbuch für all diejenigen einen spannenden und sehr informativen Lesestoff, die sich ihre schrittweise Leistungsverbesserung als eine Kombination von schriftlichem Grundlagenwissen und Trainingshinweisen und den eigenen Trainings- und Tourenerfahrungen vorstellen können.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | endurance sports training science leisure sport and sport for all |
| Language: | German |
| Published: |
München
Copress
2013
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| Edition: | München: Copress Sport, 2013.- 256 S. |
| Pages: | 256 |
| Document types: | book |
| Level: | intermediate |