Trampolinturnen. Grundlagen, Methodik, Technik
Wer schon einmal einen Wettkampf im Trampolinturnen live gesehen hat, der wird sich nur schwer der besonderen Faszination der fliegenden und rotierenden Körper entziehen können. Dank der besonderen Eigenschaften des Trampolins können die Turnerinnen und Turner Elemente wie Saltos und Schrauben in einer atemberaubenden Höhe und mit einer tollen Dynamik präsentieren. Sehr beeindruckend ist außerdem die Frequenz der aneinander gereihten Elemente in Kombinationen, die es in dieser Dichte in keiner anderen Sportart gibt.
Um all diese Charakteristika einer Trampolinübung auch tatsächlich in den Programmen zeigen zu können, bedarf es eines langfristigen, mehrjährigen Übungs- und Trainingsprozesses. In diesem müssen zuerst grundlegende turnerische Fertigkeiten im Sinne sog. Lernvoraussetzungen erworben und gefestigt werden (was noch ohne das Trampolin erfolgt), bevor daran gegangen werden kann, auf dem Trampolin zu üben. Dies wiederum ist eng damit verbunden, dass sich die Mädchen und Jungen intensiv mit den Besonderheiten des Sportgeräts auseinandersetzen, sich schrittweise "herantasten", zuerst einfache Bewegungen wie Hocke, Bücke oder Grätsche erlernen, um sich dann anspruchsvolleren Elementen wie dem Rück- oder Bauchsprung zuzuwenden. Erst wenn diese sicher beherrscht werden, können Salti und Schraubensprünge in das Übungsprogramm aufgenommen werden, sind diese doch hinsichtlich der koordinativen Anforderungen (man denke nur an die räumliche Orientierung) nochmals deutlich schwieriger.
Für die Entwicklung dieses Einsteigerprogramms im Trampolinturnen haben die beiden Autoren ein Übungsprogramm für Schule und Verein entwickelt, das sich auf folgende Sprünge orientiert:
- Standsprung
- Hocke - Bücke - Grätsche
- Standsprungschrauben
- Sitzsprung
- Sitzsprung mit Schrauben
- Rückensprung
- Rückensprung mit Schrauben
- Bauchsprung
- Salto rückwärts gehockt
- Salto vorwärts gehockt.
Mit der Zunahme des Schwierigkeitsgrades wächst auch die Notwendigkeit einer Absicherung des Trampolinturners mit einer geeigneten Hilfestellung durch Übungsleiter, Trainer oder andere Sportler. Dieses Thema sollte aber zu diesem Zeitpunkt für die jungen Turnerinnen und Turner nicht neu sein, denn sowohl in der akrobatischen Ausbildung ohne Trampolin als auch in der Gewöhnungsphase an das neue Sportgerät stellt die Hilfestellung ein entscheidendes Element dar, um Verletzungsrisiken zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | technische Sportarten Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Köln
Sportverlag Strauß
2010
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| Ausgabe: | Köln: Sportverlag Strauß, 2. verb. Aufl., 2010.- 111 S. |
| Seiten: | 111 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |