Sporttalente im Karrierekonflikt. Reader zum Sportgespräch / 20. Internationaler Workshop am 23. und 24. Mai 2005 in Gelsenkirchen im Rahmen des Landesprogramms: "Talentsuche und Talentförderung in Zusammenarbeit von Schule und Verein/Verband im Sportland Nordrhein-Westfalen"
Die erfolgreiche Meisterung der schulischen bzw. akademischen und sportlichen Herausforderungen stellt in der Entwicklung von Nachwuchsleistungssportlern einen entscheidenden Eckpunkt dar. Die Einflussfaktoren dafür, ob das gelingt oder nicht, liegen im Engagement der Sportlerinnen und Sportler selbst, aber auch in den Formen der Zusammenarbeit zwischen Sportverein, Olympiastützpunkt, Trainer, Schule, Universität und Athlet. Gerade die institutionellen Bedingungen an Schulen und akademischen Bildungseinrichtungen sind in den letzten Jahren verstärkt in den Focus des Interesses der Sportorganisation gerückt. Viele talentierte Sportlerinnen und Sportler begründen ihren Ausstieg aus einer leistungssportlichen Karriere im Übergang zwischen Junioren- und Seniorenalter mit der fehlenden Vereinbarkeit der Doppelbelastung von Ausbildung und Trainings- bzw. Wettkampfbetrieb. Deshalb wurden in den einzelnen Bundesländern Bemühungen intensiviert, um sowohl das Profil der sportbetonten Schulen weiterzuentwickeln als auch die Studienbedingungen insbesondere an den Partnerhochschulen des Sports mit den leistungssportlichen Erfordernissen besser in Einklang zu bringen. Im vorliegenden Tagungsband des 20. Internationalen Workshops "Sporttalent im Karrierekonflikt" wird diese komplizierte Situation in neun Beiträgen und den dazu geführten Diskussion auf dem Hintergrund der Situation im Bundesland Nordrhein-Westfalen eingehend beleuchtet. Dazu wird die aktuelle Situation an Schulen und Hochschulen im Rahmen des Verbundsystems des Leistungssports dargestellt, auf Probleme aufmerksam gemacht und mit den Intentionen des DSB Nachwuchs-Leistungssportkonzepts 2012 verglichen. Dies basiert auch auf der Darstellung der Interessen der Sportorganisationen, die zunehmende Probleme bei der Rekrutierung von Nachwuchsathleten konstatieren. Die Tagung legte so im Mai 2005 eine umfassende Situationsanalyse vor, die zweifelsohne nicht nur für Nordrhein-Westfalen typisch ist. Diese werden mit Lösungsansätzen verknüpft, wie sie in einem Bundesland gefunden worden sind. Diese regen zur weiterführenden Diskussion an, zeigte sich doch vielfach, dass es weiterhin eine nicht geringe Anzahl von Problemen gibt, für die keine leistungsportadäquate Lösungen existieren. Dazu gehört eine bessere Information über alle geltenden Regelungen der Anpassung von schulischer und akademischer Ausbildung genauso wie eine verbesserte Studienorganisation, die die saisonalen Belastungen in den Sportarten berücksichtigt oder eine verbesserte finanzielle Unterstützung von Spitzensportlern, die sich in der Ausbildung befinden. Da hier eine Diskussion in allen Bundesländern erforderlich scheint, kann der vorliegende Band eine sehr geeignet Diskussionsgrundlage bilden, um die aktuelle Situation in den Bundesländern, Sportverbänden oder an den Schulen und Hochschulen zu analysieren und zu diskutieren, um Lösungen zu finden, mit denen eine erfolgreiche Vereinbarung der Doppelbelastungen möglich wird.
© Copyright 2006 Published by Meyer & Meyer. All rights reserved.
| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | junior sports |
| Language: | German |
| Published: |
Aachen
Meyer & Meyer
2006
|
| Edition: | Aachen: Meyer & Meyer, 2006. - 181 S. |
| Series: | Sport ist Spitze, 20 |
| Online Access: | https://www.amazon.de/s?k=Sport+ist+Spitze+-+Landesprogramm&__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&ref=nb_sb_noss |
| Pages: | 181 |
| Document types: | book |
| Level: | advanced |