Skilanglauf - Methodik und Technik
Während der Skilanglauf im Hochleistungsbereich unverändert hohe Popularität genießt, durch die Einführung neuer Disziplinen (z. B. Sprint) und Wettkampfformen (z.B. City-Rennen) bisher unbekanntes Terrain betritt, und das auch sehr erfolgreich tut, bleibt die Attraktivität dieser vielseitigen Sportart im schulischen Bereich, aber auch in vielen Fällen darüber hinaus im organisierten und individuellen Sport für Kinder und Jugendliche auf traditionelle Skizentren begrenzt. Eine mögliche Erklärung dafür liefert der Deutsche Verband für das Skilehrwesen, der feststellt, dass vielmehr Engagement und Aktivitäten erforderlich sind, um die Faszination und den Genuss des Skilanglaufs erlebbar zu vermitteln. Dabei geht es darum, Ziele und Methoden so zu beschreiben und umzusetzen, dass die Vielfalt der Bewegungserfahrungen genauso deutlich wird wie das Erlebnis der Bewegung in der Natur und das soziale Erlebnis gemeinsamer sportlicher Aktivitäten mit Gleichgesinnten. Daraus abgeleitet formulieren die Autoren eine Reihe von grundlegenden Aufgaben, die in den Mittelpunkt der Ausbildung im Skilanglauf gestellt werden sollten: - Vermittlung von Bewegungsvorstellungen - Wahrnehmung und Verstehen wesentlicher Aspekte und Merkmale einer Bewegung - Unterstützung der Lernenden in der Handlungs- und Bewegungssteuerung - Erkennen und Abwenden von Gefahren und Überforderungen - Animation und Aktivierung für das Mitmachen und Weiterüben. Diese allgemeinen Aufgaben finden sich sowohl in der entwickelten Konzeption zur Erlernung von Grund- und spezifischen Langlauftechniken als auch in der Umsetzung in den vorgestellten Ausbildungs- und Trainingsplänen. So fordern sie gezielt auf, Techniken des Langlaufs aus mehreren Perspektiven zu betrachten: - zur Bewältigung von Situationen und wechselnden Umweltbedingungen, - zur ökonomischen und effektiven Bewegung - zur vortriebswirksamsten, optimalen Bewegung für die Situation bzw. das Streckenprofil. Davon ausgehend werden die beiden Grundtechniken - der klassische Skilanglaufschritt und die freie Technik - vorgestellt und in ihren Hauptmerkmalen und Funktionen während eines Skilanglaufs beschrieben. In der weiteren Beschreibung der Skilanglaufausbildung stehen vier spezifische Bewegungsphänomene im Vordergrund, die typisch für jegliche Bewegung auf Ski sind: - die Beherrschung eines dynamischen Gleichgewichts - die Entwicklung eines effektiven Bewegungsrhythmus - die Gestaltung eines effektiven Abdrucks - die Variation der Körperposition zur Meisterung der Bewegungsaufgaben. Das Training unter den Bedingungen der Bewegung mit einem Sportgerät auf Schnee stellt spezifische Anforderungen an die Gestaltung der Übungs- und Spielformen. Die Aufgaben werden dadurch noch anspruchsvoller, dass sich die Konzeption einer Erlebnisorientierung verpflichtet fühlt. Die vorgestellten Übungsbeispiele belegen dann eindrucksvoll, dass es möglich ist, einerseits das individuelle bzw. gruppentypische Fertigkeits- und Fähigkeitsniveau zu Grunde zu legen und damit sehr unterschiedliche Voraussetzungen und Ziele zu fokussieren, andererseits aber auch Trainingsprogramme oder Unterrichtsstunden zu planen und durchzuführen, die viel Spaß, Erlebnis und sportliche Entwicklung vereinen. Ein gesondertes Kapitel zum Ergänzungs- und Begleittraining rundet das Bild eines gelungenen Handbuchs für Lehrer, Kurs- oder Übungsleiter und Trainer ab.
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| Subjects: | |
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| Notations: | endurance sports training science |
| Language: | German |
| Published: |
Aachen
Meyer & Meyer
2005
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| Edition: | Aachen: Meyer & Meyer, 2005.- 198 S. |
| Online Access: | https://www.amazon.de/s?k=Skilanglauf%20-%20Methodik%20und%20Technik |
| Pages: | 198 |
| Document types: | book |
| Level: | intermediate |