Kampen for å løse høydegåten
(Der Kampf um die Lösung des Höhenrätsels)
Interview mit dem verantwortlichen Sportphysiologen des Skiverbands Norwegens, Erlend Hem, über das Höhentraining in Vorbereitung auf Wettkampfhöhepunkte und insbesondere die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver: "Callaghan Valley, wo die Skilangläufer und die Biathleten ihre Wettkämpfe bestreiten werden, liegt in einer problematischen Höhe. Die genaue Höhe beträgt 870 m über dem Meeresspiegel. Mit einem ausgeprägten Niedrigdruckgebiet vom Pazifik kann die wirkliche Höhe plötzlich 1.250 m betragen, was zu notwendigen Umstellungen führt. Der Körper muss sich plötzlich darauf einstellen, dass 7-9 % weniger Sauerstoff zur Verfügung stehen. Das führt zu einem Balanceakt, um zu verhindern, dass die Muskulatur steif wird oder ihre Leistung völlig verschwindet." In der Olympiavorbereitung wird wieder bewusst auf Höhentraining gesetzt, nachdem im vergangenen Jahr hier nicht soviel Wert darauf gelegt wurde. "Die geringere Nutzung des Höhentrainings in der letzten Saison hat zumindest Erfahrungen produziert, die wir jetzt für die Planung in Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Kanada einsetzen können. Gleichzeitig kann das dabei erworbene Wissen in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung auf die WM in Liberec nützlich sein. Unsere Tests und Aufzeichnungen sowie die verbalen Informationen der Sportler können uns 1-2 % Leistungsverbesserung bringen, was recht viel in einer Wettkampfsituation ist, in der schon sehr geringe Zeitunterschiede über Sieg und Niederlage entscheiden. In den letzten 20 Jahren haben unsere Sportler pro Saison drei Höhenaufenthalte (in 1.800 m Höhe) mit je rund 18 Tagen vor großen Meisterschaften absolviert. Im Hotel im norditalienischen Val Senales hatten wir seit 1989 für Tests zwei Laufbänder fest montiert. Wenn die Meisterschaft auf Meeresniveau stattfindet, beenden die Sportler 7-12 Tage vor dem Wettkampfbeginn das Höhentraining und wechseln in der UWV zu einem Qualitätstraining. Beim Höhentraining insgesamt ist wichtig zu verstehen, dass es zu überraschenden Reaktionen kommen kann, wenn der sportlich trainierte Körper in die Feinjustierung für die Toppform gebracht wird. Es kommt darauf an, dass die Leistungsgrenzen zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Richtung verschoben werden, um in Leistung umgesetzt werden zu können."
© Copyright 2008 Skisport. Skiforum A/S. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Ausdauersportarten Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Skisport |
| Sprache: | Norwegisch |
| Veröffentlicht: |
2008
|
| Online-Zugang: | http://www.treningsmagasinet.no/wip4/kampen_aa_loese_hoeydegaaten/d.epl?id=365081 |
| Heft: | 8 |
| Seiten: | 36 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | niedrig |