Biomechanische Untersuchungen zum derzeitigen Realisierungsstand der Skatingtechnik 1-2 am Anstieg durch Weltspitzenathleten/-innen im Biathlon

Die biomechanischen Untersuchungen zur Skatingetechnik am Anstieg im Biathlon/Skilanglauf im Zeitraum von 1995 bis 1998 erfolgten unten den Zielstellungen - der Kennzeichnung des jeweils aktuellen sporttechnischen Realsierungsstandes beim Ausführen der Skatingtechnik 1-2 am Anstieg durch nationale und internationale Spitzenathleten/-innen im Biathlon und der damit in Verbindung stehenden Darstellung von Leistungsreserven deutscher Spitzenathleten/-innen beim Leistungsstrukturelement "sportliche Technik". - der Erarbeitung eines "Sporttechnischen Leitbild" für die Skatingtechnik 1-2 am Anstieg auf der Grundlage typischer Merkmalserhebungen. Die notwendigen Bewegungskonserven wurden im Zeitraum von 1995 bis 1998 bei Weltcupveranstaltungen bzw. Weltmeisterschaften im Biathlon erstellt. Der Bewegungsablauf wurde mit zwei synchronisierten, S-VHS-Videokameras mit einer Frequenz von 50 Hz gefilmt, wobei beide Kameras innerhalb der Aufnahmen geschwenkt, geneigt und gezoomt werden konnten. Für die kinematische 3D-Daten-auswertung wurde das 3D-Videoanalysesystem PEAK 5 unter Einbeziehung von PANNING genutzt. Insgesamt konnten mit der geschilderten Methode 71 Sportler/-innen in die Auswertung einbezogen werden. Ergebnisse: Das im Rahmen von Wettkampfuntersuchungen eingesetzte Objektivierungsverfahren führte zu validen kinematischen Bewegungsmerkmalsbewertungen zum Zweck der Kennzeichnung des Realsierungsstandes der Skating-Techniken am Anstieg bei Biathleten/-innen. Die 3D-Bewegungsbahnen des Systemschwerpunktes sowie die daraus berechenbaren horizontalen (mit der Hauptbewegungsrichtung des Systems übereinstimmend gerichteten) Systemgeschwindigkeits-Zeit-Verläufe erwiesen sich als hinreichend aussagekräftige Merkmale für die Kennzeichnung energetisch zweckmäßiger sporttechnischer Lösungen. Anhand der Untersuchungsergebnisse konnten auch folgende, in der gesichteten Literatur vertretenen Positionen widerlegt werden: - ein Systemgeschwindigkeitszuwachs kann durch den Bein-/Skiabdruck auf der starken Seite nur erzielt werden, wenn sich das Bein/Ski der schwachen Seite bereits im Schnee befindet, d.h. eine große Doppelstützphase auftritt (SCHWIRTZ 1994); - "ein- und zweigipflige" vSx-t-Verläufe eines Zyklus stehen mit gleichberechtigten effektiven sportechnischen Lösungsverfahren für das Skaten 1-2 am Anstieg in Verbindung (SCHWIRTZ 1994). Die kinematischen Bewegungsmerkmalserhebungen führten zu einen die Bewegung beschreibenden "Sporttechnischen Leitbildes sowie zu einem "Biomechanischen Leitbild" für die Skating 1-2 Technik am Anstieg.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Sprache:Deutsch
Online-Zugang:http://www.sport.tu-darmstadt.de/veranst/bei/p_herrm2.htm
Dokumentenarten:elektronische Publikation
Level:hoch