HC:s forskning stakar sig inte
(HCs Forschung bleibt nicht stecken)
Zusammenfassung der Ergebnisse der Dissertation von Hans-Christer Holmberg zum Thema "Die Physiologie des Skilanglaufs - unter besonderer Beachtung der Bedeutung des Oberkörpers", die am Karolinska Institut in Stockholm verteidigt wurde. Die Arbeit gliedert sich in
eine biomechanische Analyse des Stockeinsatzes sowie zwei Trainingsexperimente zur Entwicklung der Leistungsfähigkeit beim Laufen mit Stockeinsatz,
die Beschreibung der Lungenfunktion beim Skilanglauf und
die Beschreibung des Blutflusses und der Sauerstoffaufnahme im Ober- und Unterkörper.
Die Hauptaussagen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- die Bewegung mit Stockeinsatz ist dynamisch und die Besten nutzen deutliche Strategien für den Stockeinsatz
- die Muskeln werden sequenziell aktiviert - anfangs wir der Bauch aktiviert, am Ende steht die Aktivierung der Tricepsmuskeln
- es gibt einen spitzen Winkel (rund 90°) im Ellbogengelenk beim Aufsetzen des Stockes. Dies ermöglicht eine höhere Aktivierung der Bauchmuskeln während der Laufbewegung.
- die Besten beim Lauf mit Stockeinsatz nutzen ein(e) aktive Beugung/Nachgeben im Ellbogen-, Hüft-, Knie- und Fußgelenk, um die Kraft über den Stöcken zu erhöhen.
- die Geschwindigkeit beim Lauf mit Stockeinsatz kommt mehr aus der eingesetzten Kraft als aus der Frequenz.
Die durchgeführten Trainingsexperimente zeigen u. a., dass Intervalltraining zu sehr positiven Effekten für die Leistungsfähigkeit beim Lauf mit Stockeinsatz führt. Das gilt sowohl für sprintbetontes Intervalltraining (20 Sek.) als auch für ein eher traditionelles Intervalltraining (3 Min.). Die Effekte des sprintbetonten Trainings hatten direkte Beziehungen zur Schnellkraftleistung ("power") und zu einer verbesserten Laufökonomie. Die längeren Intervalle führten zu einer verbesserten Kondition im Oberkörper und zu einer positiven Verschiebung der Laktatschwelle.
Außerdem wurden große Veränderungen auf der Ebene der Muskelfasern gefunden, sowohl hinsichtlich der Anzahl Kapillare, Enzyme als auch des Querschnitts der Muskelfasern. Interessant war, dass sich die Muskeln dem Training anpassten. das passierte durch eine Verbesserung der Eigenschaften, die für die Kraftentwicklung und die Ausdauerentwicklung wichtig sind. daraus wurde geschlussfolgert, dass auch sehr gute Skilangläufern mit diesem Training ihre Oberkörperleistung nochmals spürbar verbessern können.
In einem weiteren Kapitel der Dissertation wird die große Anzahl von Wechseln zwischen den verschiedenen Lauftechniken beschrieben. Insgesamt erfolgen solche Wechsel bei einem 10-km-Lauf im klassischen Stil gut 150 Mal. Hier wird ein grundlegender Unterschied zu anderen Ausdauersportarten gesehen, ein solches Vorgehen ist eher in Spielsportarten typisch. Deshalb wurde auch davon ausgegangen, dass die Fähigkeit, mit diesen vielen Wechseln "umzugehen", entscheidende Bedeutung für die Leistung im Skilanglauf besitzt. Deshalb sollten diese, Energie benötigenden, Wechsel das ganze Trainingsjahr auf dem Programm stehen. Physiologisch kommt es bei den Wechseln zu einer "Umverteilung" des Blutflusses zwischen Ober- und Unterkörper, der gemeistert werden muss.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Ausdauersportarten Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Svensk Idrott |
| Sprache: | Schwedisch |
| Veröffentlicht: |
Farsta
2005
|
| Heft: | 10 |
| Seiten: | 28-29 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | mittel |