Nagano Olympics - preparation and competitive performance of Estonia cross-country skiers

(Olympische Winterspiele in Nagano - Vorbereitung und Wettkampfleistung der estnischen Skilangläufer)

Vorgestellt wird die Vorbereitung der Skilanglaufnationalmannschaft Estlands auf die Olympischen Winterspiele 1998 in Nagano (Japan). Dabei werden sowohl trainingsmethodische als auch organisatorische Fragen vorgestellt. Als Hauptfaktoren für den Erfolg in Nagano werden genannt: - Die optimale Erfüllung des Vorbereitungsplans. - Die auf die individuelle Situation des jeweiligen Sportlers zugeschnittenen Trainingspläne. - Die wissenschaftliche Beobachtung und Betreuung des Vorbereitungsprozesses. - Die Durchführung des Trainings ohne nennenswerte gesundheitliche Probleme. - Erfolgreiche individuelle UWV in Hakuba. - Optimale Akklimatisierung vor den olympischen Rennen vor Ort in Japan. - Optimum in der organisatorischen Absicherung der Wettkampfleistung (insbesondere Lebensbedingungen in Hakuba). - Ein erfolgreich wirkendes Team zur Unterstützung der Wettkampfleistung. - Unterstützung des Selbstbewußtseins und Vertrauens der Sportler in ihre sportliche Leistungsfähigkeit. Der von den Skiläufern absolvierte jährliche Trainingsumfang liegt bei 700-800 Stunden. 10-12 % davon werden im intensiven Trainingsbereich absolviert. 60 % des Trainingsumfangs wird als Schneetraining durchgeführt. Als generelles Muster der Belastungsintensität wird dargestellt: 1. Tag mittlere Belastung / 2. Tag hohe B. / 3. Tag mittlere / 4. Tag leichte / 5. Tag hohe / 6. Tag mittlere B./ 7. Tag frei. Während der intensiven Belastungen erwiesen sich Serien mit jeweils 2-8 Minuten intensiver Belastung als am effektivsten. Das Höhentraining in Vorbereitung auf Nagano umfasste 8-9 Wochen und wurde in Ramsau (je 2 Wochen im September und Oktober), während der mitteleuropäischen Weltcuprennen und in speziellen Höhentrainingslagern zur Akklimatisierung an Höhen bei 2000 m (2-3 Wochen) durchgeführt. Außerdem wird eine Woche in einem Höhenhaus (simulierte Höhe über 2500 m) absolviert, als Voradaptation bei Wettkämpfen in mittlerer Höhe.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Coaching & Sport Science Journal
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Rom 2003
Jahrgang:4
Heft:1
Seiten:8-14
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel