Sentrale prinsipper i friteknikk
Bericht über die Arbeitsergebnisse, das im gemeinsam vom Norwegischen Skisportverband, der Norwegischen Sporthochschule und dem Leistungssport-Koordinierungsorgan des Norwegischen Sportbundes "Olympiatoppen" durchgeführten Forschungsprojektes zur freien Lauftechnik (Schlittschuhschritt) im nordischen Skilanglauf. Die Hauptzielrichtungen des projektes werden folgendermaßen beschrieben:
1. Untersuchung der zentralen Aspekte der Technik mit Stockeinsatz und die Stoffwechselreaktionen der Läufer bei dieser Technik. Dazu wurden Stoffwechselveränderungen bei Technikveränderungen untersucht, gleichzeitig wurde viel Augenmerk darauf gelegt, die Lauftechnik zu optimieren.
2. Durchführung eines systematischen Trainingsprogramms mit einer Gruppe speziell ausgesuchter Läufer, mit dem Ziel, den Energieeinsatz der Läufer zu optimieren.
Dazu wurden
- der Trainingsumfang in der freien Technik erhöht,
- mehr Trainingseinheiten mit freier Technik mit hoher Intensität absolviert,
- das Techniktraining jedes einzelnen Läufers von Experten verfolgt und ausgewertet.
Dabei wurde festgestellt, dass die grundlegenden Prinzipien, nach denen sich die Entwicklung der freien Lauftechnik in Norwegen richtete, aus dem Eisschnerllauf stammen. Das wird für Geländeabschnitte ohne Anstiege als gut eingeschätzt, hat aber für Anstiege deutliche Defizite offenbart, die mit anderen Denkansätzen zu kompensiren sind. Ein Schwerpunkt dabei ist die Körperposition, die nicht als statisch, sondern als sehr dynamisch begriffen wird. Dabei wird festgestellt, dass der Körperschwerpunkt zu grossen Teilen des Bewegungszyklus vor dem Körper liegt, da dieser nach vorn gebeugt ist. Von der Seite gesehen bedeutet das, dass die Senkrechte vom Körperschwerpunkt im Augenblick des Kontakts der Ski mit dem Schnee und des Beginns des Abschubs, etwas vor dem Fußgelenk auf die Lopie trifft. Wichtig ist dabei, dass der Körper insgesamt für die Neigung nach vorn zuständig ist und nicht nur eine starke Beugung im Hüftgelenk ausgeführt wird. Als Zeichen einer guten Neigung nach vorn werden parallele Linie der gedachten Linie entlang der Beine und der gedachten Linie entlang dem Oberkörper betrachtet.
Hinsichtlich des Kniewinkels wird festgestellt, dass eine zunehmende Beugung der Knie ohne eine Veränderung des Hüftgelenkswinkels dazu führt, dass ein größerer Kraftimpuls erzeugt werden kann. Ein relativ spitzer Kniewinkel ist recht kraftintensiv im Verhältnis dazu, wieviel Gewinn man beim Vortrieb erreicht.
Hinsichtlich der seitlichen Verschiebung des Schwerpunktes im Zyklusverlauf besitzt die Position und die Bewegung des Beckens eine zentrale Bedeutung. Bei der seitlichen Bewegung sollte der Läufer (gesehen von hinten) ein zu starkes Wippen des Beckens vermeiden, da dadurch der Druck auf die Lopie vermindert wird und dem Läufer Kraft verloren geht.
Die Rotation des Beckens um die Körperlängsachse ist ein weiteres wichtiges Element, dem lange nicht die notwendige Aufmerksamkeit zugemessen wurde. Dabei richtet sich die Aktivität im Beckbereich nach der Laufgeschwindigkeit und nach der Beschaffenheit des Geländebereichs (Winkelstellung der Ski variiert, je schnellerer Lauf desto geringere Winkel in Laufrichtung). Beim Lauf bergan wird das Becken aktiver gezogen.
Bei der Gestaltung des Vortriebs aus den Beinen ist darauf zu achten, dass zeitlich keine statischen Gleitphasen entstehen. Abdruck bedeutet Vortrieb, während eine Gleitphase auch eine Bremsphase ist. Deshalb muss während der gesamten bewegung Druck auf die Loipe ausgeübt wird. Beim Ende des Abdrucks sollte das Hüftgelenk nahezu gestreckt sein. Das gilt für alle Technikvarianten der freien Technik. Die Streckung im Fussgelenk, Knie- und Hüftgelenk in Kombination mit Entspannung stellt eine Voraussetzung für die Entwicklung eines grossen Kraftimpulses im Abdruck und für das Durchströmen der arbeitenden Muskulatur mit Blut dar.
Diskutiert wird auch die Zyklusfrequenz, die unter dem Gesichtspunkt Anzahl Zyklen pro Zeiteinheit und Schnelligkeit des Abdruckbeginns diskutiert wird.
Hinsichtlich des Stockeinsatzes wird seine grosse Bedeutung für die sportliche Leistung nochmals unterstrichen. Die Gesamtkraft, die durch die Ski auf die Loipe wirkt, ist zwar deutlich grösser, viel davon geht aber seitlich verloren oder wird für die Beibehaltung der Körperposition aufgewendet, während bei der durch den Stockseinsatz erzeugten Kraft ein sehr grosser Teil in Laufrichtung wirkt.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | endurance sports |
| Published in: | Skisport |
| Language: | Norwegian |
| Published: |
2001
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| Edition: | Baerum (2001)8, S. 46-49 |
| Document types: | article |
| Level: | advanced intermediate |