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Om treningsmengder

(Zum Trainingsumfang)

V. Ulvang redet einer individualisierten Belastungsgestaltung das Wort. Aus den Erfahrungen der zurückliegenden Jahrzehnte wird deutlich, daß man im Skilanglauf sowohl mit 600 als auch mit 800 Jahrestrainingsstunden Medaillen bei WM und Olympischen Spielen gewinnen kann. Entscheident ist der individuelle Zustand wie auch die Folge von Belastung und Entlastung. Die italienischen Skilangläufer haben bspw. auf dem Gletscher von Val senales immer eine Stunde weniger als die Norweger trainiert. Die Russen orientierten auf sehr lange Trainingslager mit einem sehr harten Training, dem sich aber auch lange Phasen der Erholung nach Rückkehr nach Hause anschlossen. In der DDR wurde im Skilanglauf außerodentlich hart trainiert, ohne daß die entsprechenden Wettkampfresultate erzielt wurden. Nur U. Bellmann hielt dieses harte Training durch. Die Finnen trainierten in den 80er Jahren bis zu 1000 I Stunden und gewannen auch Medaillen. In Norwegen wurde in der Zeit Oktober/November nicht mehr als 140 bis 150 Stunden pro Monat trainiert. Ulvang empfiehlt, sehr genau Trainingstagebuch zu führen und auf diesen Erfahrungen aufbauend das individuelle Belastungspensum festzulegen. Eine Orientierung auf 1000 und mehr Trainingsstunden hält er für schädlich, weil damit die jungen Läufer langfristig keinen Erfolg haben werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Skisport
Sprache:Norwegisch
Veröffentlicht: 1999
Ausgabe:Baerum (1999)6, S. 10 - 11
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel