Techniktraining nach dem Baukastensystem im Spitzenvolleyball

Das Projekt "Techniktraining nach dem Baukastensystem im Spitzenvolleyball" basiert auf einer modularen Konzeption der Bewegungskoordination, wie sie von Hossner (1995) aus der Fodorschen (1983) Modularitätshypothese auf die Bewegungslehre des Sportsübertragen und in einer Reihe von Studien empirisch untermauert wurde. Kurz zusammengefaßt besagt eine modulare Position in der Sportmotorik, daß äußerlich sichtbares Bewegungsverhalten aus einer aktiven Konstruktion des sportlich Handelnden resultiert, indem er auf situative Ausgangsbedingungen und angestrebte Bewegungsergebnisse abgestimmte "Technikgebäude" aus einer Reihe von "Technikbausteinen" (= Modulen) zusammenstellt. Diese "Bausteine" liegen in Form von verteilten, (zumeist phylogenetisch präspezifizierten Verarbeitungsnetzen vor; sie beziehen sich auf bestimmte, isolierbare (Teil-)Funktionen, die im Rahmen der Bewegungshandlung zu erfüllen sind. Das Konzept weist damit eine gewisse gedankliche Nähe zu fähigkeitsorientierten - aber auch funktionalen oder konnektionistischen - Ansätzen der Bewegungslehre auf. Der zentrale Unterschied zu einer "klassischen" fähigkeitsorientierten Betrachtungsweise besteht jedoch darin, daß sich Module stets ("vertikal") auf einzelne Domänen (d.h. funktionelle "Spezialgebiete") beziehen sollen, während sich koordinative Fähigkeiten - schon allein aufgrund ihrer typischen Herleitung auf der Basis von Dimensionsanalysen - auch ("horizontal") aus bestimmten, häufig auftretenden Modulkonstellationen (d.h. aus Konstellationen über bestimmte Domänen hinweg!) ergeben könnten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten
Sprache:Deutsch
Online-Zugang:http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~i87/tbau_d.htm
Dokumentenarten:Forschungsergebnis
Level:hoch