Bewegungs- und Sporttherapie bei koronarer Herzkrankheit. Zur Einschätzung der Belastungs-Beanspruchungs-Situation im Medium Wasser
Bei Patienten mit koronaren Herzerkrankungen müssen therapeutische Methoden eingesetzt werden, die ihrer spezifischen gesundheitlichen Situation Rechnung tragen. In der vorliegenden Habilitationsschrift ging es dem Autor darum, auf der Grundlage des "Modells der Belastungs-Beanspruchungs-Regulation" dafür neue Konzepte zu entwickeln. Dem Medium Wasser im Rahmen der Bewegungs- und Sporttherapie wurde eine besondere Bedeutung und Potenz zugeschrieben, um unter Einbeziehung bewegungsorientierter Handlungs- und Programmaspekte sowie psychologischer Aspekte der transaktionalen Stressforschung zu neuen Erkenntnissen und Lösungen zu gelangen. Dazu werden einleitend die Wasserwirkungsfaktoren und leistungsphysiologische Faktoren vorgestellt und diskutiert, da sie wesentliche Grundlagen dafür liefern, wie Wasser in der Therapie dieser Probandengruppe gesundheitsfördernd bzw. -erhaltend genutzt werden kann. Hier spielt auch der Vergleich zwischen den Effekten von Wasseraktivitäten im Vergleich zu denen an Land eine wichtige Rolle, um hämodynamische und leistungsphysiologische Anpassungsprozesse zu verstehen. Die Spezifik einer schwimmspezifischen Belastung dieser Patientengruppe hinsichtlich Belastbarkeit, Bewegungsverhalten, Befindlichkeit und Bewältigungsverhalten im Wasser gilt es sehr genau zu verstehen bzw. zu kennen, um geeignete Therapieprogramme zu entwickeln. Die eingesetzten leistungsdiagnostischen Verfahren (Gasstoffwechsel, Echokardiographie, Bewegungsanalyse und Erfassung von Befindlichkeit und Coping) führten z. B. zu neuen Erkenntnisse hinsichtlich der Mindestbelastbarkeit, zur Belastungsdosierung im Wasser oder zum Einfluss des Bewegungsverhaltens auf die leistungsphysiologische Adaptation der Patienten. Sie können zielgerichtet für die Planung und Durchführung von Wassertraining genutzt werden, erhöhen sie doch die Sicherheit in der Beurteilung der Belastbarkeit im Wasser. Letztlich ergibt sich das Interesse an den Ergebnissen der Arbeit auch dadurch, dass Schlussfolgerungen für die Belastungsintensität während der Fahrradergometrie, als einem alternativen Routineverfahren der Bewegungs- und Sporttherapie, gezogen werden konnten.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Freizeitsport |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Hamburg
Kovac
2005
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| Ausgabe: | Hamburg: Dr. Kovac, 2005.- 320 S. |
| Schriftenreihe: | Schriften zur Sportwissenschaft, 58 |
| Seiten: | 320 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |