Scheitern bei Olympia? Zur Illusion der Autonomie im Sport am Beispiel der Modernen Fünfkämpferin Annika Schleu
Wann immer Menschen handeln, kann es passieren, dass sie scheitern. So auch im Sport: Sportliche Aktionen können noch so gut vorbereitet, einstudiert, habitualisiert sein, eine Garantie, dass sie gelingen, gibt es nicht. Weil der Mensch, folgt man der philosophischen Anthropologie Arnold Gehlens (1986), ein handelndes Wesen ist, ist auch der sportlich handelnde Mensch zum Scheitern verurteilt, Scheitern mithin eine "zentrale anthropologische Kategorie des Sports" (Hildebrandt, 1983, S. 5). Das erklärt die empirische Allgegenwart des Scheiterns im Sport: Unabhängig von der Sportart, dem Leistungsniveau oder der Bedeutung des sportlichen Ereignisses scheitern individuelle wie kollektive Akteure des Sports permanent, zumeist im Kleinen, gelegentlich aber auch im Großen.
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| Notationen: | Trainingswissenschaft Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | German Journal of Exercise and Sport Research |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2023
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| Online-Zugang: | https://doi.org/10.1007/s12662-021-00790-y |
| Jahrgang: | 53 |
| Seiten: | 353-357 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |