Sportorthopädisch-traumatologische Aspekte des Pferdesports bei Kindern und Jugendlichen

(Sports orthopedic-traumatological aspects of equestrian sport in children and adolescents)

Reiten ist eine hoch koordinative Sportart mit nur geringer kardio-pulmonaler Ausdauerkomponente. Dabei können Kinder schon frühzeitig mit dem Pferd in Kontakt gebracht werden und besonders Voltigieren stellt für sie eine gute Möglichkeit dar, unter kontrollierten Bedingungen den Zugang zum Pferd zu finden. Voraussetzung ist die sichere Stabilisierung der Wirbelsäule und Kontrolle des Kopfes, wobei die dreidimensionale Übertragung des Schwingungsimpulses vom Pferderücken auf den Reiterrücken positive Effekte aufweist und Überlastungsschäden dabei nicht zu erwarten sind. Der Pferdesport geht mit einem erhöhten Unfallrisiko einher, besonders auch in der Altersgruppe der unter 18-Jährigen. Die meisten Verletzungen ereignen sich beim Reiten selbst, aber auch beim Umgang mit dem Pferd. Neben Verletzungen der oberen und unteren Extremitäten machen Kopfverletzungen bereits im Kindes- und Jugendalter einen erheblichen Anteil aus. Die beste Unfallprävention ist eine gute Ausbildung, die nicht nur das Reiten selbst, sondern auch den Umgang mit dem Pferd und eine korrekte Selbsteinschätzung der eigenen reiterlichen Fähigkeiten beinhaltet. Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand ist ein gut passender Reithelm.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:technical sports biological and medical sciences
Published in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Language:German
Published: 2020
Online Access:https://doi.org/10.1016/j.orthtr.2020.11.007
Volume:36
Issue:4
Pages:342-346
Document types:article
Level:advanced