Modellierung von Trainingsprozessen im Schwimmsport

(Modelling training processes in swimming)

Bei der Betrachtung der Ergebnisse der Olympischen Spiele 2000, 2004 und 2008 wird von verschiedenen Seiten das unbefriedigende Abschneiden der Deutschen Beckenschwimmer beklagt (Rudolph, 2009). Auch bei der WM 2011 in Shanghai konnten die meisten DSV-Schwimmer dem Vergleich mit der internationalen Konkurrenz nicht standhalten. Nur die wenigsten Athleten waren in der Lage, ihre Nominierungsleistungen der Deutschen Meisterschaften zu unterbieten bzw. wenigstens zu wiederholen. Somit ist es dem DSV wieder einmal nicht gelungen, einen zielgerichteten Leistungsaufbau zu realisieren. Als Grund für das schlechte Abschneiden bei internationalen Großereignissen werden Probleme bei der trainingsmethodischen Gestaltung, vor allem in der Unmittelbaren Wettkampfvorbereitung (UWV) angeführt (Graumnitz & Küchler, 2004; Rudolph, 2001; Rudolph, 2009). In diesem Zusammenhang ergeben sich aus trainingswissenschaftlicher Sicht folgende Fragen: Welchen Verlauf nimmt die Leistung unter dem realisierten Training? Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem realisierten Training und der Leistungsveränderung? Welche Optimierungshinweise ergeben sich aus dem Belastungs-Leistungs-Zusammenhang für die Trainingsplanung? Mithilfe der Trainingswirkungsanalyse, d.h. der empirischen Überprüfung des Zusammenhangs von Trainings- und Leistungsdaten gibt die trainingswissenschaftliche Forschung Antworten auf diese Fragen (Hohmann, Lames & Letzelter, 2007).
© Copyright 2014 Schwimmen: Lernen und Optimieren. DSTV. Published by Czwalina-Verlag. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:training science endurance sports
Published in:Schwimmen: Lernen und Optimieren
Language:German
Published: Hamburg Czwalina-Verlag 2014
Online Access:http://www.theorie-praxis.sport.uni-mainz.de/files/2014/01/Homepage_JGU_Theorie_Praxis_Sportarten_Schwimmprojekt.pdf
Pages:91-98
Document types:article
Level:advanced