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Lateralität bei Leistungsschwimmern - experimentelle Studie zur Verringerung von Seitigkeitsunterschieden

(Lateral dominance in elite swimmers - experimental study for the decrease of lateral differences)

Einleitung: Die Resultate veröffentlichter Studien zur Lateralität (im Sport), die Ergebnisse der Auswertungen von IAT-Daten sowie die Befunde eigener Untersuchungen zeigen, dass nicht nur in azyklischen sondern auch in zyklischen Sportarten wie dem Schwimmen bei den Athleten Seitenunterschiede zu finden sind. Kann durch ein zusätzliches Kraftausdauertraining bei Hochleistungsschwimmern eine vorhandene Lateralität bei den oberen Extremitäten verringert werden? Ergebnisse und Diskussion: Ein positiver Effekt des Trainings am Armkraftzuggerät, welches mit unterschiedlichen Belastungseinstellungen für die beiden Seiten durchgeführt wurde, konnte nur bei zwei von den sieben Probanden der Testgruppe nachgewiesen werden. Die anderen Probanden der Testgruppe zeigten bei den gemessenen Parametern keine eindeutige Verringerung der absoluten bzw. prozentualen Differenzen, teilweise waren sogar Differenzvergrößerungen zu finden. Die Probanden der Kontrollgruppe, die mit denselben Belastungseinstellungen für die beiden Seiten trainierten, zeigten ein sehr heterogenes Bild bei den erreichten Ergebnissen. Während bei sechs Probanden die erreichten Ergebnisse relativ stabil blieben, stiegen die Differenzen bei den anderen vier Probanden in unterschiedlichen Messungen an. Insgesamt kann keine signifikante Verringerung des anfangs vorhandenen Seitenunterschiedes bei der Testgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe nachgewiesen werden. Bei einer nachträglichen Trainingsdatenanalyse des Schwimmers Pb. 18 konnte festgestellt werden, dass über den Zugstil Schmetterling auf der linken Seite, wo höhere Belastungen eingestellt waren, auch höhere Leistungswerte provoziert wurden als bei der Zugart Kraul. Ferner waren die Leistungswerte beim Schmetterling links größer als rechts, was bei Kraul nicht der Fall war. Dort zeigte die rechte Extremität höhere Werte. Ob nun solch ein Training am AKZ mit dem Zugstil Kraul oder Schmetterling zu besseren Ergebnissen führt, konnte noch nicht geklärt werden. Aus diesem Grund wird ein Training in der Zugart der Hauptlage empfohlen. Außerdem sollte versucht werden, im allgemeinen Training spezielle Übungen zur Verringerung von Seitigkeitsunterschieden zu integrieren.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:training science biological and medical sciences endurance sports
Language:German
Published: Berlin Philosophischen Fakultät IV der Humboldt-Universität zu Berlin 2009
Online Access:https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/16633
Pages:194
Document types:dissertation
Level:advanced