Laufen über unebenen Boden: Einstellung globaler und lokaler Beinparameter

Beim Laufen über nachgiebigen Untergrund oder auf eine einzelne Erhöhung der Oberfläche nutzen Menschen Eigenschaften des Masse-Feder-Modells, um ihre Laufbewegung passiv zu stabilisieren. Inwieweit diese Anpassungen auf Beinbzw. Gelenkebene passiv, also ohne Eingreifen des Nervensystems, oder aktiv durch Änderung der Muskelaktivierung erfolgen, ist bislang nicht geklärt. Zu diesem Zweck wurde ein Lauftrack mit verschiedenen vertikalen Störungen von bis zu 15cm Höhe eingerichtet. Von neun Probanden wurden jeweils die EMGs sechs bilateraler Muskeln bestimmt. Ausgewertet wurde neben der Aktivierung während des Bodenkontaktes auch die 100ms Voraktivierung der ausgewählten Muskeln. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass mit steigender Stufenhöhe die Voraktivierung, des M. Gastrocnemius medialis (GM) sinkt. Weiterhin korreliert die Voraktivierung signifikant mit dem Landewinkel (R^2=0.45, p<0,01)
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft
Veröffentlicht in:Beiträge zur Bewegungswissenschaft, 1
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Hamburg Verlag Dr. Kovac 2010
Schriftenreihe:Schriften zur Bewegungswissenschaft
Online-Zugang:https://www.bisp-surf.de/Record/PU201202000580/Availability
Seiten:55-65
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel