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Eine empirische Studie zur Methodik des Kraftausdauertrainings

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand können aus den empirischen Studien zusammenfassend folgende Thesen abgeleitet werden: • Unter der Prämisse der Ausbelastung innerhalb einer Serie können die Belastungsnormativa bei den Reizkonfigurationen zur Entwicklung der Kraftausdauer in der Praxis nicht befriedigend umgesetzt werden. Entweder kommt es zu einer Reduktion der Wiederholungszahl oder die Last muss angepasst werden. Eine weitere Möglichkeit würde in der Verlängerung der Pausendauer liegen. • Eine Belastungssteuerung anhand der Maximalkraft ist problematisch. Als Alternative würde sich eine Belastungssteuerung anbieten, innerhalb der die Trainingssituation mit der Testsituation identisch ist. • Es gibt Hinweise, die vermuten lassen, dass drei Serien im Kraftausdauertraining unter ökonomischen Gesichtspunkten ausreichend sind. • Durch die Diagnostik der Teilbeanspruchung (metabolisch, kardiovaskulär, myokardial, subjektiv) konnte in Teilen gezeigt werden, dass individuelle Fähigkeiten, Fertigkeiten und Eigenschaften bei der Trainingsplanung berücksichtigt werden müssen. • Eine kausale Begründung für die Verwendung der Beanspruchungsvariable Laktat ist im Kraftausdauertraining gegeben. Daher sollte in der weiteren wissenschaftlichen Durchdringung der Methodik des Kraftausdauertrainings dem Parameter Laktat eine besondere Rolle zukommen. Da das Kraftausdauertraining im Gegensatz zum reinen Ausdauertraining nicht durch das Kardio-Pulmonale-System limitiert ist, bringen die Beanspruchungsparameter Herzfrequenz, Blutdruck, Doppelprodukt keine weitere Aufhellung. • Des Weiteren sind aus gesundheitlicher Sicht, sowohl bei der Trainingsmethode "konstante Last" als auch bei der Trainingsmethode "konstante Wiederholungszahl", keine Einschränkungen zu erkennen. • Zukünftige Trainingsstrategien sollten im Sinne einer Optimierung des langfristigen Trainings- bzw. Leistungsfortschritts individuelle und intraindividuelle Gegebenheiten oder Merkmale berücksichtigen. • Sowohl theoretische als auch empirische Befunde scheinen bei der vorliegende Studie eine Überlegenheit der Trainingsmethode "konstante Wiederholungszahl", respektive Dauer, gegenüber der Trainingsmethode "konstante Last" zu zeigen.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:training science strength and speed sports endurance sports combat sports
Language:German
Published: Frankfurt/Main 2003
Online Access:http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2003/282/pdf/FroehlichMichael.pdf
Pages:232
Document types:dissertation
Level:advanced