Differenzielles Training im Sprint
Für die aktuelle Trainingspraxis ergeben sich auf Grund neuer Anforderungen und Rahmenbedingungen zum Teil neue Möglichkeiten der Trainingsgestaltung. Jedoch sind die Auswirkungen unterschiedlicher Trainingskonzepte nur unzureichend evaluiert. In der sportlichen Ausbildung finden primär klassische Trainingskonzeptionen Anwendung. Diese orientieren sich in erster Linie an statischen Modellen der Bewegungsregulation (u.a. Meinel/Schnabel, 1987) deren Basis überwiegend zustandsorientierte Bewegungsanalysen mittels zeitdiskreter Merkmale bildeten. Durch die Reduktion eines der Bewegung auf ausgewählte Zustände wird jedoch Information vernachlässigt, die im Verlauf enthalten ist. Jüngere bewegungsanalytische Ansätze u.a. von Kelso (1995) erweiterten mittels systemdynamischer Betrachtung das Verständnis von Bewegungsregulation grundlegend auf dem Gebiet von Übergängen bzw. Prozessen. Durch verlaufsorientierte Untersuchungen mittels zeitkontinuierlicher Merkmale gelang mittlerweile die Identifikation individueller Bewegungsstile und -modi (u.a. Schöllhorn 1998). Inwiefern sich diese individuellen Bewegungsstile beim Sprintlauf identifizieren lassen, und inwiefern sich mögliche individuelle Sprintstile durch zwei unterschiedliche Trainingsprogramme verändern lassen, war Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Vor allem in Bezug auf das Lernen am Vorbild bzw. dem Modell kommt dieser Frage eine grundlegende praktische Relevanz zu.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Online-Zugang: | http://people.freenet.de/FalkR/AbstractStudWett.htm |
| Dokumentenarten: | elektronische Publikation |
| Level: | mittel |