Optimal: Oben leben - unten trainieren
Durch die Kombination eines Lebens in hohen Lagen mit Training in geringerer Höhe könnten "Sportler den physiologischen Vorteil der Höhenakklimatisation nutzen, ohne gleichzeitig ihre Kondition zu verlieren", vermuteten Dr. Benjamin Levine und Dr. James Stray-Gundersen vom Southwestern Medical Center der Universität in Dallas. Um diese Annahme zu prüfen, haben die beiden Ärzte fünf Jahre die Leistung von 39 Langstreckenläufern unter verschiedenen Bedingungen getestet.
Die Läufer wurden in drei Gruppen eingeteilt. Eine lebte im Hochland auf 2515 Meter und trainierte auf 1257 Meter, die zweite lebte und trainierte im Hochland und die dritte lebte und trainierte auf 1257 Meter Höhe. Wettkämpfe mit den Studienteilnehmern fanden auf Höhe des Meeresspiegels statt, berichtet die Universität von Texas. Bei diesen Wettkämpfen stellte sich heraus, daß die Läufer aus der ersten Gruppe verglichen mit den Durchschnittszeiten von Vergleichsathleten aus derselben Saison im 5000 Meter Lauf im Mittel 13,4 Sekunden schneller waren. Die Läufer aus der zweiten Gruppe waren 3,4 Sekunden langsamer als die Vergleichsathleten, und die Läufer aus der dritten Gruppe waren 26,7 Sekunden langsamer. "Eine Verbesserung von 13,4 Sekunden kann in internationalen Wettkämpfen den Unterschied zwischen Nicht-Erreichen des Finales und einem Medaillenrang ausmachen", zieht Levine Bilanz.
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| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Ärztezeitung |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
1997
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| Online-Zugang: | http://www.aerztezeitung.de/docs/1997/08/05/145a0403.asp |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | niedrig |