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Ein Vergleich leistungsphysiologischer Parameter und quantitativer Bewegungsmerkmale im 50-m-Schwimmbecken und im Schwimmkanal bei Triathleten im Grundlagenausdauerbereich

In Form einer vergleichenden Erkundungsuntersuchung wurden die Beziehungen zwischen vorgegebener Schwimmgeschwindigkeit als Belastungsanforderung und biologischer Beanspruchung unter den Bedingungen eines Schwimmkanals im Vergleich zum 50-m-Beckenschwimmen analysiert. Die Untersuchung behandelt die Voraussetzungen für die Einbeziehung des Schwimmkanals in die Leistungsdiagnostik der Teildisziplin Schwimmen im olympischen Triathlon und soll auch neue Erkenntnisse für den Einsatz des Kanals als Trainingsmittel hervorbringen. Sie ist ein Beitrag zur umfassenden biologischen Evaluierung des neuen Leipziger Schwimmkanals. Ziel der Untersuchung war, mittels empirisch-vergleichender Methode, die Erfassung der kardiozirkulatorisch-metabolischen Beanspruchung und der quantitativ-technischen Merkmale der Bewegung im Schwimmen bei vergleichbaren mittleren Geschwindigkeiten in einem 50-m-Becken und in einem Schwimmkanal. Die Auswertung bezog sich auf ausgewählte klinisch-physiologische Parameter (Herzfrequenz, Laktat) sowie quantitative Bewegungsmerkmale (Bewegungsfrequenz, Zyklusweg). Diese wurden - bei gleicher Stichprobe - im Rahmen einer 400-m-Kraul-Leistungskontrolle mit zwei Belastungsstufen im Grundlagenausdauerbereich I und II unter den jeweiligen Bedingungen im 50-m-Schwimmbecken und im Schwimmkanal erhoben. Für die Untersuchungen standen 14 trainierte männliche Triathleten im Alter zwischen 14-33 Jahren ( x : 20 Jahre) der Trainingsstützpunkte Leipzig und Weimar zur Verfügung. Als Leistungskriterium wurde eine bestehende Schwimmbestzeit von unter 5:15 min über 400 m Kraul festgelegt. Die Eingangsuntersuchungen umfassten eine anthropometrische Datenerhebung sowie eine EKG-Ableitung in Ruhe und ein persönliches leitfadengestütztes Interview zur Erfassung des Gesundheitsstatus der Probanden. Zur Hauptuntersuchungsreihe gehörten ein Vortest über 400 m Kraul mit maximaler Intensität zur Bestimmung der aktuellen Bestleistung, eine 2 x 400-m-Kraul-Stufenuntersuchung im 50-m-Schwimmbecken und eine 2 x 400-m-Kraul-Stufenuntersuchung im Schwimmkanal, beide im Grundlagenausdauerbereich I und II. Die Zeiten und Geschwindigkeiten der Stufenuntersuchung im Schwimmbecken berechneten sich aus dem zeitnah vorangegangenen 400-m-Kraul-Ausbelastungstest bei 87 % der maximalen Geschwindigkeit für die GA I-Stufe und bei 95 % für die GA II-Stufe. Die Zeiten und Geschwindigkeiten der Stufenuntersuchung im Schwimmkanal berechneten sich aus den geschwommenen mittleren Geschwindigkeiten der Beckenstufenuntersuchung. Zur Behebung des systematischen Fehlers durch die Wendenbewegung im Schwimmbecken wurden jeweils die ersten und letzen 5 m pro 50-m-Bahn nicht zur Berechnung der mittleren Schwimmgeschwindigkeit herangezogen. Dies gelang mithilfe einer Videosystemauswertung.
© Copyright 2010 12. Frühjahrsschule "Informations- und Kommunikationstechnologien in der angewandten Trainingswissenschaft" am 21. und 22. April 2010 am IAT. Veröffentlicht von IAT. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Naturwissenschaften und Technik
Tagging:Schwimmkanal
Veröffentlicht in:12. Frühjahrsschule "Informations- und Kommunikationstechnologien in der angewandten Trainingswissenschaft" am 21. und 22. April 2010 am IAT
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Leipzig IAT 2010
Schriftenreihe:Frühjahrsschule "Informations- und Kommunikationstechnologien in der angewandten Trainingswissenschaft", 12
Jahrgang:12
Seiten:88-105
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:hoch