Zugunterstützung im Sprinttraining. Der Einfluß eines zusätzlichen Attraktors auf ausgewählte kinematische und neuromuskuläre Parameter

Wenn mit dem Trainingsmittel Zugunterstützung gearbeitet wird, muss vorher genau festgelegt werden, was denn die gewünschten Effekte sein sollen. Ganz wichtig ist es, den Athleten einzubinden und ihm klarzumachen, was seine Aufgaben sind und was von ihm erwartet wird, um den höchsten Trainingseffekt zu erzielen. Es scheint auch günstiger zu sein, die Zugkraft eher sehr niedrig zu halten und diese durch einen nachgebenden Schlitten zu begrenzen, um von der Erleichterung optimal profitieren zu können. Aus der heutigen Sicht kann man sich der Meinung Hücklekemkes (2002) anschließen, wonach sich die erleichterten Bedingungen durch die Zugunterstützung hervorragend für das koordinative Training, das Techniktraining, eignen. Allerdings sollte man dem Athleten nicht die Anweisung geben, maximal schnell zu sprinten, sondern ihn in erster Linie auf die gewünschte Bewegungsaufgabe fokussieren. Dadurch kann der Sprinter die zusätzlich entstandenen Möglichkeiten für Bewegungslösungen ausnutzen und ist bei ähnlich hohen und sogar höheren Geschwindigkeiten als beim freien Sprint in der Lage, bestimmte Technikelemente besser umzusetzen.
© Copyright 2009 Perspektiven für die Leichtathletik - Nachwuchsarbeit und Differenzielles Lehren und Lernen. Symposium der dvs-Kommission Leichtathletik vom 9.-10. Oktober 2008 in Mainz. Veröffentlicht von Czwalina. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kraft-Schnellkraft-Sportarten Trainingswissenschaft
Veröffentlicht in:Perspektiven für die Leichtathletik - Nachwuchsarbeit und Differenzielles Lehren und Lernen. Symposium der dvs-Kommission Leichtathletik vom 9.-10. Oktober 2008 in Mainz
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Hamburg Czwalina 2009
Schriftenreihe:Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 194
Seiten:120-131
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel