Vjaceslav Evstratov: "Ctoby ujti iz sporta ne bol'nym"
Interview mit dem über Jahrzehnte erfolgreichen russischen Lauftrainer Wjaceslaw Jewstratow, der u. a. großen Anteil an der Entwicklung von Jurij Borsakovskij hat, zu seiner Trainingsphilosophie und zu Besonderheiten im Training des Mittelstrecklers.
Unter anderem legt er Wert darauf, die Athleten auf Mehrfachstarts, wie sie durch Vor-, Zwischen- und Endlauf bei internationalen Wettkampfhöhepunkten anstehen, entsprechend durch spezielle dreitägige Belastungsserien vorzubereiten. Weiterhin äußert er sich zur UWV vor den Olympischen Spielen und zum Einsatz des Höhentrainings. Außerdem betont er, dass er bei Borsakowskij keinen Wert auf hohe Umfänge oder extra lange Läufe im Training legt - ein 800-m-Läufer müsse nicht mehr als 16 km am Tag laufen! Ein 1.500-m-Läufer maximal 24, als Ausnahme 30. Ein 8000-m-Läufer müsse eher wie ein Sprinter trainieren und mehr allgemeines Training absolvieren. 400 m im Training werden nicht schneller als in 51 s gelaufen (früher trainierte B. diese Strecke bei 47 s!). 200 und 300 m dagegen werden im Training durchaus mit höherem als dem Wettkampftempo gelaufen. Einen hohen Stellenwert nimmt außerdem das Beweglichkeitstraining ein. Hierfür werden mindestens 3-5x 15-20 min/Woche aufgewendet.
Zur Entwicklung erfolgreicher Athleten bedürfe es Talents, eines durchdachten Trainingsprogramms, welches zielstrebig umgesetzt wird - und man muss sich Zeit lassen.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | training science endurance sports |
| Published in: | Legkaja Atletika |
| Language: | Russian |
| Published: |
2006
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| Issue: | 7-8 |
| Pages: | 10-14 |
| Document types: | article |
| Level: | advanced |