Kinematic differences when running on a firm surface compared with soft dry sand

Acht gut trainierte männliche Probanden (durchschnittl. VO2max 64.3+/-8.6 ml/kg x min) liefen auf festem Untergrund und auf trockenem, weichem, sandigem Untergrund bei 8 und 11 km/h barfuss (BF) und in Laufschuhen, um die kinematischen Unterschiede zu ermitteln, die durch den Laufuntergrund hervorgerufen wurden. Sechs Kameras, ein VICON Bewegungsanalysesystem und eine AMTI-Kraftmessplattform (2000 Hz) wurden für die Datenaufzeichnung eingesetzt. Stützzeiten (ts) waren beim Laufen bei 8 km/h auf Sand länger als auf festem Untergrund. Bei 11 km/h waren ts beim Laufen auf Sand in Schuhen im Vergleich zu den anderen Testbedingungen länger. Beim Laufen bei 11 km/h auf Sand in Schuhen waren die Schrittlängen kürzer als bei den anderen Testbedingungen bei identischer Geschwindigkeit. Die Schrittfrequenz beim barfüßigen Laufen auf Sand und beim Laufen auf Sand mit Schuhen bei 11 km/h war größer als bei Läufen unter gleichen Bedingungen auf festem Untergrund. Auf sandigem Untergrund waren die Hüftbeugung beim Ansatz des Fußkontakts (IFC), der mittlere Stützwert (MS) und das Maximum der Hüftbeugung größer als beim Laufen auf festem Untergrund. Das traf auf beide Geschwindigkeiten zu. Auf Sand waren die Kniebeugung bei IFC und die maximale Beugung größer als auf festem Untergrund, wiederum bei beiden Geschwindigkeiten. Bei MS war die Kniebeugung auf Sand bei 8 km/h größer als auf festem Untergrund. Bei 11 km/h war sie nur beim barfüßigen Laufen auf Sand größer als auf festem Untergrund. Messwerte, die einen Beitrag zur Fußgelenkspronation leisteten (Dorsiflexion, Eversion, Abduktion) tendierten bei IFC und MS zu geringeren Werte auf Sand (beide Geschwindigkeiten), ohne dass die Unterschiede konsistent waren. Die Kinematik des Laufens auf Sand bei 8 und 11 km/h sind den Techniken ähnlich, die bei schnelleren Geschwindigkeiten auf festem Untergrund verwendet werden. Das Laufen auf Sand kann die Fußpronation in der Stützphase reduzieren und kann dadurch dazu beitragen, dass die Verletzungshäufigkeit von Läufern reduziert wird.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:technical and natural sciences endurance sports
Published in:Journal of Science and Medicine in Sport
Language:English
Published: 2003
Edition:Dickson 6(2003)4 Supplement, S. 22
Volume:6
Issue:4
Pages:22
Document types:congress proceedings
Level:advanced intermediate