The use of peak running speed for performance monitoring in well-trained distance runners
(Die Nutzung der Maximalgeschwindigkeit im Lauf für die Leistungsaufzeichnung von gut trainierten Langstreckenläufern)
Auf der Grundlage eines neuen, modifizierten Tests zur Bestimmung der maximalen Laufgeschwindigkeit von gut trainierten Langstreckenläufern (siehe MF-Nr. 181369) wurde die Beziehung zwischen maximaler Laufgeschwindigkeit und weiteren routinemäßig erhobenen physiologischen Messwerten mit der standardisierten Leistungsmessung (Laufbandzeit über 3km) untersucht. 30 gut trainierte Langstreckenläufer beteiligten sich an der Studie (Alter 27+/-8 Jahre, VO2max 62.5+/-4.3 ml/kg x min). An drei unterschiedlichen Tagen im Zeitraum von drei Wochen absolvierten die Probanden drei physiologisch orientierte Tests auf einem motorgetriebenen Laufband. Mit Test 1 wurden die max. Laufgeschwindigkeit und VO2max gemessen. Der Test begann bei 14 kmh bei einer Steigung von 2° und einer um 1 kmh pro Minute zunehmenden Laufgeschwindigkeit bis 18 kmh. danach wurde die Geschwindigkeit alle 30 Sekunden um 0.4 kmh gesteigert. Die Atemluft wurde aufgefangen und analysiert. Test 2 war ein Stufentest mit sechsminütigen Stufen, die durch fünfminütige Pausen unterbrochen waren, in denen Blutlaktatwerte festgestellt wurden. Außerdem wurde die Laufökonomie ermittelt. Am Ende jeder Stufe wurden dazu Blutproben genommen und sofort analysiert. Test 3 war ein 3km-Zeittest, bei dem die Probanden die Geschwindigkeit selbst bestimmen konnten.
Die Pearson's Produkt-Moment Korrelationskoeffizienten mit der 3km Laufzeit betrugen:
maximale Laufgeschwindigkeit (-0.91,P<0.001)
Laktatschwelle (-0.83,P<0.001)
OBLA bei 4 mmol/l (-0.77,P<001)
Geschwindigkeit bei VO2max (-0.69,P<0.001)
Laufökonomie bei 15 kmh (0.52,P<0.001)
VO2max (-0.42,P<0.05).
Eine stufenweise Regressionsanalyse zeigte, dass die maximale Laufgeschwindigkeit allein für 83% der Varianz der 3km Zeit verantwortlich war. Nur durch die Hinzunahme der Werte für OBLA und die Laktatschwelle konnte dieser Prozentsatz noch gesteigert werden. Die maximale Laufgeschwindigkeit und die Laktatschwelle erklärten 88% der Varianz der 3km Zeit.
Die maximale Laufgeschwindigkeit hat eine stärkere Beziehung zur 3km Zeit als jeder andere routinemässig gemessene physiologische Wert. Hier führt nur die Hinzunahme des Blutlaktatwertes zu einer weiteren Verstärkung. Laktatvariable haben eine stärkere Beziehung zur Leistung als eine Steigerung der zurückgelegten Teststrecke. Ihre Messung sollten folglich bei langstreckensportlern einbezogen werden. Allerdings ist die amximale Laufgeschwindigkeit auch bei diesen Sportlern ein effektiver Indikator der Leistung.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Journal of Sports Sciences |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
2003
|
| Jahrgang: | 21 |
| Heft: | 4 |
| Seiten: | 287-288 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |