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The great debate: Overload or underlod?

(Die große Frage: Überlastung oder Unterforderung?)

Intelligente Trainingsprogramme ermöglichen es Schwimmern heute, mehrmals im Jahr Spitzenergebnisse zu erreichen. Verf. stellt dafür einige Prinzipen und Richtlinien zur Belastung vor, die für Top-Schwimmer ebenso gelten wie für Nachwuchs- oder Masterschwimmer. Die stetig anhaltende deutliche Leistungsentwicklung auf den kurzen Strecken (50, 100, 200m) im Gegensatz zur relativen Leistungsstagnation auf den langen Strecken führt Verf. darauf zurück, dass es den Trainern im Sprintbereich gelingt, das mehr traditionelle "Überlastungstraining" mit vertretbaren Dosen "Unterforderungstraining" zu mischen. Es werden zahlreiche Möglichkeiten sowohl für das "Überlastungs-" als auch für das "Unterforderungstraining" aufgeführt. Zum Überlastungstraining gehören u.a. das Tragen von Widerstandsanzügen, die Nutzung überdimensionaler Handpaddles, Schwimmen in Sachen oder mit Schuhen, Schwimmen mit Gewichten am Arm, Training im bewegten Wasser u.ä. Unterbelastung kann erreicht werden u.a. durch Benutzung von Pull-Boys zur Verbesserung des Gleichgewichts und des Auftriebs, Schwimmen mit mittelgroßen, leichten Flossen, Schwimmen auf Querbahnen oder im Sprungbecken, Verlängern der Pausenzeiten, Absolvieren von Sprints mit Hilfsmitteln (Seil) für überhöhte Geschwindigkeiten, Schwimmen mehrerer Sportler in einer Linie wie beim Zeitfahren o.ä. Natürlich muss ein Sportler in den Geschwindigkeitsbereichen trainieren, die er im Wettkampf benötigt, aber die Geschwindigkeit muss zur "leichten Geschwindigkeit" werden (d.h. die Geschwindigkeit, die ohne anaeroben Distress über die gesamte Strecke gehalten werden kann). Dies wird über einen hohen prozentualen Anteil an "Unterforderungstraining " erreicht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Training leichter wird, es wird lediglich differenter, reichhaltiger. Langstreckler können meist auch auf den kurzen Strecken sehr gute Zeiten erreichen, dagegen ist ein guter Sprinter meist kein guter Langstreckler. Dies liegt vor allem daran, dass auf den Sprintstrecken auch im Training wöchentlich mehrfach Wettkampfgeschwindigkeit erreicht wird, was auf den langen Strecken in der Regel nicht der Fall ist. Sportler, die ständig im Überlastungsmodus trainieren, werden müde und sind dann bestenfalls für gute Leistungen über 25 km im Freiwasser fit. In der Praxis schnell zu schwimmen sollte jedoch niemals ermüdend sein. Sowohl Überlastung als auch Unterforderung sind der Leistung abträglich, es gilt, den optimalen Mix zu finden, hierin liegt ein Teil des Geheimnisses des Erfolgs.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Swimming Technique
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2002
Jahrgang:39
Heft:1
Seiten:17-19
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel