Specificity of sprint and agility training methods

(Spezifik von Sprint- und Gewandheits-Trainingsmethoden)

Ziel der Studie: Es wurde untersucht, ob reines Sprinttraining sich auf Tests der Gewandheit, die verschiedene Richtungswechsel beinhalten, überträgt, und ob Gewandheitstraining sich auf die reine Sprintschnelligkeit auswirkt. Methode: 36 männliche Probanden absolvierten einen 30-m-Sprint-Test sowie 6 Gewandheitstests mit je 2-5 Richtungswechseln bei unterschiedlichen Winkeln. Die Probanden absolvierten über einen Zeitraum von 6 Wochen wöchentlich 2 Trainingseinheiten, in denen sie reine 20-40-m-Sprints (Schnelligkeitstraining) oder 20-40-m-Sprints mit 3-5 Richtungswechseln von 100° (Gewandheit) absolvierten. Nach dieser Trainingsphase wurde erneut getestet. Ergebnisse: Das Schnelligkeitstraining führte zu signifikanten Verbesserungen der reinen Sprintschnelligkeit, aber nur begrenzten Zuwächsen in der Gewandheit. Je komplexer die gestellte Gewnadtheitsaufgabe, desto geringer die Transferwirkung vom Schnelligkeitstraining. Andererseits führte das Gewandheitstraining zu signifikanten Verbesserungen in den Richtungswechsel-Tests, aber zu keiner signifikanten Verbesserung der reinen Sprintleistung. Schlussfolgerung: Reines Sprinttraining sowie Gewandheitstraining sind jeweils spezifische Trainingsmethoden, die jeweils nur eine begrenzte Auswirkung auf die jeweils andere Fähigkeit ausüben. Das sollte für die Gestaltung von Training und Tests beachtet werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft
Veröffentlicht in:The Journal of Strength and Conditioning Research
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2001
Jahrgang:15
Heft:3
Seiten:315-319
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel