Effect of pool length during exercise testing in swimming

(Einfluss der Beckenlänge während Schwimmtests)

Zielstellung: Untersuchung von mittlerer Schwimmgeschwindigkeit, Nachbelastungslaktat und Nachbelastungsherzfrequenz während Schwimmtests in einem 25- und einem 50-m-Becken sowie des Einflusses der Wendetechnik und Muskelleistung. . Probanden/Methoden: Probanden waren 3 Schwimmer, 6 Triathleten und 2 Flossenschwimmer. In zufälliger Reihenfolge absolvierten sie 2 Serien von 6x200 m Schwimmen im 25- und 50-m-Becken. Dazwischen lagen 2 Tage mit niedrigintensiver Belastung. Die Schwimmgeschwindigkeit wurde mittels Pacemakerlichtern unter Wasser gesteuert. Untersucht wurden Blutlaktat (Bla) vor und nach den Schwimmen, Herzfrequenz (HR) vor den Schwimmen, Zeit für jeder Beckenlänge, Wendevorteil (TB) als %Differenz zwischen der maximalen Schwimmgeschwindigkeit vor der Wende und der gesamten Wendedistanz (15 m). Die Maximalkraft im Wasser wurde während angebundenem Schwimmen, die Explosivkraft der Beinstrecker über einen Hochsprung mit einleitender Gegenbewegung (CMJ) ermittelt.. Ergebnisse: Die BLa-Werte waren im 50-m-Becken bei jeder Geschwindigkeit höher als im 25-m-Becken. Die Differenz war im letzten Testabschnitt ausgeprägter. Maximal-BLa war im 50-m-Becken höher (8,24 zu 7,26 mmol/l), obwohl die Maximalgeschwindigkeit langsamer war (1,382 zu 1,320 m/s). Die Geschwindigkeitsdifferenz betrug 4,8%. Die Geschwindigkeit im 25-m-Becken war von der aeroben bis zur anaeroben Schwelle und bis zur Maximalanstrengung höher als im 50-m-Becken. Die BLa-Werte zu den Stoffwechselschwellen waren im 50-m-Becken nur leicht höher. Die durchschnittlichen HR-Werte waren bei allen Geschwindigkeiten auf den kurzen Schwimmstrecken niedriger als auf den langen. Die mittlere Differenz betrug 10 Schläge/min (Differenz 5,4-7.8%). Die HF nach den Maximalschwimmen war gleich (172 Schläge/min). Der Vergleich zwischen BLa und v% ergab signifikante Unterschiede im BLa bei intensitäten über 80% des Testmaximum. Keine Unterschiede wurden zwischen den Beckenlängen in der HF zur v% gefunden. Die beiden Beckenbedingungen war auch völlig gleich im Hinblick der HR im Vergleich zu BLA.. Der durchschnittliche Wendevorteil (TB)war 8,2% und korrelierte positiv mit der durchschnittlichen Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den zwei Belastungen. Eine positiv Korrelation bestand zwischen der Wendegeschwindigkeit und der Maximalkraft beim angebundenen Schwimmen. und zwischen der Wendegeschwindigkeit und der angebundenen Fußschlagkraft. Der CMJ korrelierte positiv mit der angebundenen Fußschlagkraft und der maximalen Schwimmgeschwindigkeit. Schlussfolgerung: Zusätzliche Wenden und gute Wendefähigkeiten zusammen mit hoher Muskelkraft im Wasser sind die Hauptfaktoren für die beobachteten Unterschiede zwischen den beiden Beckenbedingungen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Journal of Sports Sciences
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2001
Ausgabe:London 19(2001)8, S. 601 - 602, 1 Tab.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel