Haematocrit =/> 50%: An accurate index for prevention and control of doping in athletes?
(Hämatokrit =/> 50%: ein genauer Index zur Prävention und Kontrolle von Doping bei Sportlern?)
Zwischen 1985 und 1996 wurden im Nationalen Zentrum für Sportmedizin Spaniens 882 Blutanalysen von 77 männlichen Sportlern (Kurz-, Mittel- und Langstreckenläufer) durchgeführt, alle in den Ranglisten unter den ersten 50. Von jedem Sportler wurden mindestens 5 Analysen angefertigt, die durchschnittliche Anzahl betrug 11.
Ergebnisse:
Der Anteil der Analysen mit Ht=/> 50% war in den Kurz-, Mittel- und Langstreckendisziplinen gleich (Tab. 1). Die Zahl der Sportler mit diesem oder höherem Wert war in allen Disziplinen sehr hoch (Tab. 2). In den Analysen vor dem 31.12.1991 war eine höhere Rate von Ht=/> 50% zu verzeichnen (10,02% zu 4,09%). Zwischen der Wettkampfsaison (7,62%) und dem Rest der Saison (6,25%) bestand in der Anzahl der den Grenzwert überschrittenen Analysen kein signifikanter Unterschied.
Insgesamt ergaben 6,58% der Analysen (41,6% der Sportler) Ht=/> 50%. Verschiedene Gründe verwiesen darauf, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass alle diese Sportler EPO benutzt haben. Ein Hämatokritwert von =/> 50% wird als Standard bei männlichen Sportlern betrachtet, und es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sprintern eine Substanz gegeben wird, die ihre Leistung nicht verbessert. Es traten auch in den ersten Jahren höhere Raten auf, als es schwieriger war EPO anzuwenden.
Hämatokrit zeigt eine große Variabilität in Gruppen und bei Einzelpersonen. Es erhöht sich auf natürlichem Weg in verschiedenen Situationen: Höhentraining, Leben in bestimmten Höhen, Aufenthalt an hoheren Plätzen, Dehydrationssyndrome nach Laufwettbewerben. Es wurde ermittelt, dass bei Elitesportlern Ht nicht mit der Leistung korrliert. Nur Werte von =/> 55 oder 60% gefährden die Gesundheit des Sportlers. Keiner der untersuchten Sportler erreichte diese Werte. Schlussfolgerung: Die Entscheidung der ICU, einen Hämatokritwert von Ht=/> 50% als indirektes Kriterium für die Dopingkontrolle festzusetzen, hat keine wissenschaftliche Grundlage.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | Journal of Sports Sciences |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
2001
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| Ausgabe: | London 19(2001)8, S. 585 - 586, 2 Tab. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |