Analysis of the interactions between breathing and arm actions in the front crawl

Zielstellung: Untersuchung des Einflusses der Atmung auf den Vortrieb durch Vergleich der Koordination der Armbewegungen und der relativen Dauer der Schlagphasen unter zwei Bedingungen: Kraulen mit und Kraulen ohne Atmung. Probanden/Methoden: 24 männliche Schwimmer wurden auf der Grundlage ihres Leistungsniveaus in zwei Gruppen eingeteilt. Alle schwammen mit zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten entsprechend des 100-m- und 800-m Tempos. Mittels Videoanalyse wurden die unterschiedlichen Schlagphasen und die Armkoordination ermittelt und nach CHOLLET u.a. (2000) die Armkoordination mittels eines Koordinationsindexes (IdC) bestimmt. Dieser Index stellt 3 Hauptmodelle dar: Opposition, Unterbrechung und Superposition. Opposition: Beginn der Zugphase des einen Arms wenn der andere die Druckphase beendet, Unterbrechung: Verzögerungszeit (LT) zwischen den Vortriebsphasen der beiden Arme, Superposition: Üerschneidung in den Vortriebsphasen. Der IdC charakterisiert das Koordinationsverhalten durch Messung der LT zwischen den Vortriebsphasen jeden Armes. Ergebnisse: Die Atmung während Schwimmens erhöht die Diskontinuität in der Vortriebsphase der Arme. Der IdC ist beim Kraulen mit Atmung niedriger (-3,5%). Er erhöht sich mit dem Fähigkeitsniveau und der Geschwindigkeit. Er korreliert positiv mit der Dauer der Vortriebsphasen und negativ mit der Dauer der Nicht-Vortriebsphasen. Erfahrenere Schwimmer sind besser in der Lage, den Atmungsstil an die biomechanischen Zwänge, hervorgerufen durch die Bewegungsaktionen der Arme, anzupassen. Während Schwimmen mit Atmung versuchen diese aus der längeren Gleitbewegung (höhere relative Dauer der Eintauch- und Unterbrechungsphase, 1,66%) Vorteile zu ziehen. Die weniger erfahrenen Schwimmer mit kürzerer Verzögerungsphase (-1,7%) und längerer Druckphase (+2,8%) und längerer Erholung (+2,09%) entscheiden sich für eine Erhöhung der Dauer der Einatmung. Bei langsameren Geschwindigkeiten erhöhen die weniger erfahrenen Schwimmer die Armerholungszeit (+5,55%) und die erfahreneren Schwimmer erhöhen die Zeit für das Eintauchen und die Unterbrechung (+4,443%).
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:technical and natural sciences endurance sports
Published in:Journal of Human Movement Studies
Language:English
Published: 2001
Edition:Edinburgh 40(2001)2, S. 129-144, 3 Tab., 19 Lit.
Document types:article
Level:advanced intermediate