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Senior training: The training of Susan O'Neill

(Erwachsenentraining: Das Training von Susan O'Neill)

Der Trainer zu einigen Schwerpunkten aus dem Training von Susan O'Neill. Er legt Wert darauf, dass alle Energiesysteme trainiert werden. Außerdem probiert er gern mit der maximalen Intensität, bei der noch kein Übertrainingszustand erzeugt wird. Vormittags werden die Haupttrainingseinheiten absolviert, Erholungstraining, Gymnastik etc. werden nachmittags (außer montags) realisiert. Am Montag vormittag findet ein wichtiges Training an der anaeroben Schwelle statt. Die Nachmitags-TE erreichen etwa 5-6 km, zwei Vormittags-TE sind ebenso lang, die anderen drei beinhalten Gymnastik oder Läufe bis 7 km und km Schwimmen oder aber 4 km Schwimmen mit hartem Beine-Training. Zwei Nachmittags-TE beinhalten sogenannte "Herzfrequenz-Sets" von 2 km Länge, wobei die HF von 30 unter max bis max reicht, bei einem Belastungs- Entlastungs-Verhältnis von 2:1. Zwei weitere Nachmittagseinheiten sind qualitätsorientiert (Intensität). Dabei werden Abschnitte bis zu 800 m in Teilen von 12,5 bis 200 m geschwommen. Welche Sets trainiert werden, wird durch die Etappe der Vorbereitung determiniert (z.B. Laktat max, Laktattoleranz, Laktatproduktion). Ein Nachmittag wird für die Energiesystemwiederherstellung genutzt (lange aerobe TE, es werden die Systeme nicht genutzt, die an den beiden vorangegangenen Tagen beansprucht wurden. Über die Herzfrequenz wird abgesichert, dass die jeweils richtigen Energiesysteme angesprochen werden. Alle anderen TE sind ausgefüllt mit aerober Belastung, Techniktraining und Drills, es wird eine Mischung aus Flossen und anderen Hilfsmitteln eingesetzt. Als Test werden z.B. 7x200 m absteigend geschwommen. Registriert werden Laktat, Herzfrequenz. 6x50 m werden absolviert mit Registrierung von Zugfrequenz, Zuglänge und Anzahl der Züge, woraus die effektivste Variante abgeleitet wird. Für S. Riley wären das z.B. 42 Züge/min für effizientes, schnelles Schwimmen über 100 m oder 40-42 Züge/min für die 400m (4x50 m absteigend auf 1:30. Während des Taperings wird dieser Test täglich durchgeführt. Zum Training der Energiesysteme wendet Verf. folgende Faustregeln an: Hoher Laktatbereich (anaerob) - Energie für höchstens 8 min, daher sind maximal 80 m in diesem Bereich möglich, andererseits sind danach 3 Tage zur vollen Wiederherstellung erforderlich. Der nächst tiefer gelegene Energiebereich befindet sich knapp über der anaeroben Schwelle, dort kann für etwa 40 min geschwommen werden (48 h Wiederherstellungszeit). Das aerobe Energiesystem reicht für 2 h, die Wiederherstellungszeit ist relativ kurz (24 h, abhängig von der Ernährung). ATP-PC wird in Abhängigkeit vom Umfang seiner Inanspruchnahme sehr schnell wieder aufgefüllt. Auf diesen Grundsätzen basierend erarbeitet Verf. seine Wochenpläne. Keines der Systeme wird vor dem Ende der völligen Wiederherstellung wieder eingesetzt. Als wesentliche Schlüssel zum Erfolg betrachtet Verf.: Frohsinn, hartes Training und Glaube an die Richtigkeit des Trainings sowie ein Training auf wissenschaftlicher Grundlage. Erfolgreiches Training setzt beim Trainer eine gefestigte Persönlichkeit, Fröhlichkeit, Selbstdisziplin, Motivation, Wissen, Lernbereitschaft, Beweglichkeit im Denken u.v.m. voraus. Außerdem sollte man Träume und Ziele haben.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:American Swimming Magazine
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Fort Lauderdale 1998
Heft:5
Seiten:12
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel